Das Jahr neigt sich dem Ende zu – ein Jahr gefüllt mit markanten Ereignissen und vielen Veränderungen

Katharina Klein studierte Öffentliches und Betriebliches Umweltmanagement an der Freien Universität Berlin und der Carleton University, Kanada. Seit 2019 ist sie Vorstandsmitglied und seit Juli 2021 Sprecherin des Vorstands der Stiftung Energie & Klimaschutz und verantwortet darüber hinaus den Bereich Nachhaltigkeit bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Von 2018 bis Juni 2021 leitete sie den Bereich Landespolitik & Grundsatzfragen. Vor ihrer Zeit bei der EnBW arbeitete sie mehrere Jahre als Leiterin des Fachgebiets Klimaschutz und Digitalisierung beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Von 2012 bis 2014 und 2017 war sie als Vorstandsreferentin bei dem Bundesvorstand der Partei BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN tätig.

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2023 war eine Wanderung an Abgründen: Schon fast vergessen ist die Erleichterung Anfang des Jahres, dass die Energiekrise des Winters 2022/2023 in gemeinsamer Anstrengung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gemeistert werden konnte. Ihr folgten erneut neue NegativRekorde bei den Folgen des Klimawandels. Auch geopolitisch kehrte keine Ruhe ein. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine fordert weiter Opfer. Der Terrorangriff der Hamas auf Israel erschütterte auch unsere Gesellschaft. 

Bereits Anfang des Jahres traf ein starkes Erdbeben in der Türkei nicht nur die Erde, sondern auch das Sicherheitsgefühl tausender Menschen. Weitere Naturkatastrophen waren fester Bestandteil der Nachrichtenlage.  

Die große Geschwindigkeit in der Abfolge und der wiederkehrende Blick in Abgründe, scheinen uns zu überwältigen. 2023 hat aber auch gezeigt, dass wir es in der Hand haben. Energiewende und Klimaschutz sind von uns gestaltbar.  

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet voran und das in langer vermisster Geschwindigkeit

Katharina Klein

Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zeigen erste Wirkung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet voran und das in langer vermisster Geschwindigkeit.

Auch auf europäischer Ebene war 2023 ein Jahr geprägt von vielen konkreten Veränderungen: So wurde das europäische Ziel für erneuerbare Energien von bisher 32% auf 45% im Jahr 2030 deutlich angehoben.  

Fast schon nicht mehr für möglich gehaltene Fortschritte sehen wir auch im internationalen Bereich. Auf der COP28 wurde die Abkehr von fossilen Brennstoffen beschlossen und das in Dubai. Ein weiterer Meilenstein ist sicherlich auch der Loss-and-Damage-Fonds, der zum Abschluss der Klimakonferenz mit Zusagen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar gefüllt war. 

Als Stiftung haben wir auch in 2023 all diese Themen zu Energie und Klimaschutz begleitet und Plattformen für den sach- und lösungsorientierten Austausch geboten

Katharina Klein

Als Stiftung haben wir auch in 2023 all diese Themen zu Energie und Klimaschutz begleitet und Plattformen für den sach- und lösungsorientierten Austausch geboten. Ein wenig stolz sind wir, dass wir – gewissermaßen wieder live – bei der COP dabei gewesen sind: In einem Projekt mit der TU München berichteten Masterstudierende als Energiereporter*innen direkt von der Weltklimakonferenz für uns und beleuchten in ihren Reportagen ganz unterschiedliche Sachverhalte, die in der allgemeinen Diskussion oft keinen Platz gefunden haben.  

Auch unsere Live-Veranstaltungen spiegeln unseren Einsatz für die Förderung einer gesunden Diskussionskultur wider: Der Debattenabend, der mit interessanten Gesprächspartnerinnen und -partnern unterschiedliche Perspektiven vereint. Aus Betroffenheit der Beteiligten sind anstelle von kontroversen Diskussionen in diesem Jahr Gespräche entstanden, in denen es um technische Lösungen und echtes Engagement geht, den Klimawandel zu begegnen.  

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen auch im Jahr 2024 im Gespräch zu bleiben, zu diskutieren und Ihnen mit unseren Veranstaltungen einen Raum zum Austausch zu bieten. Wir danken allen, die die Arbeit der Stiftung Energie und Klimaschutz mit Gastbeiträgen, persönlicher Zeit und guten Ideen unterstützen. 

Vielleicht haben Sie in den nächsten Tagen Lust in einige unserer Themen reinzuhören oder den Leseempfehlungen unserer Interviewpartner zu folgen, die Sie weiter unten finden. 

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Jahreswechsel und einen guten Start in ein neues und spannendes Jahr 2024.  

Unsere Leseempfehlungen 

In unserem Podcast bitten wir die Gäste eine Leseempfehlung abzugeben. Diese haben wir hier für Sie zusammengetragen: 

W. Thimothy Gallwey: The inner Game of Tennis, empfohlen von Dirk Ohlmeier in Folge 15 „Energiewende – Doch wer soll’s machen?“ vom 21. März 2023

Tim Marshall: Die Geografie der Zukunft, empfohlen von Dr. Timo Gerrit Blenk in Folge 18
„Rohstoff – neue Partner, alte Abhängigkeiten“ vom 4. September 2023

Silvia Earl: Sea Change, empfohlen von Dr. Kira Vinke in Folge 13 „Good COP, Bad COP: Warum wir die Weltklimakonferenz brauchen“ vom 13. Dezember 2023

Dr. Kira Vinke: Sturmnomaden, empfohlen von Dr. Kira Vinke in Folge 13 „Good COP, Bad COP: Warum wir die Weltklimakonferenz brauchen“ vom 13. Dezember 2023

IPCC: Summary for policy makers (Bericht des Weltklimarates), empfohlen von Prof. Dr. Jörg Birkmann in Folge 16 „Unsere Infrastruktur – Bereit für die Klimakrise?“ vom 5. Juni 2023

Club of Rome: Grenzen des Wachstums und Earth for all, empfohlen von Maike Schmidt in Folge 17 „CO2 aus der Luft entfernen – Geht das wirklich?“ vom 31. Juli 2023

und der Podcast: The future of Power von Agora Strategy, empfohlen von Dr. Timo Gerrit Blenk in Folge 18 „Rohstoff – neue Partner, alte Abhängigkeiten“ vom 4.9.2023

Unseren Podcast finden Sie auf unserer Webseite und in allen Apps.

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