Mehr Windenergie auf See. Das will die Mehrheit der Teilnehmenden bei unserer letzten Umfrage. Auf die Frage „Sollte der Ausbau der Windenergie auf See verstärkt werden?“ antworteten 56 Prozent mit Ja. Ein Drittel votierte mit Nein; 11 Prozent hatten dazu keine Meinung. Die außergewöhnlich hohen Zustimmungsraten für den Ausbau der Erneuerbaren (93 Prozent befürworten den weiteren Ausbau!), erreicht die Offshore-Windkraft nicht, bekommt aber bei uns auf eine solide Mehrheit.
Über den Ausbau der Windkraft an Land wird öffentlich sehr kontrovers diskutiert. Anwohner, Naturschützer und solche Gegner der Energiewende, die jede Gelegenheit nutzen, um Zwietracht zu säen, streiten mitunter sehr heftig in den Kommentarspalten der Tageszeitungen und den sozialen Medien. Dagegen ist die Offshore-Windenergie eher ein Thema, bei dem die Fachöffentlichkeit unter sich bleibt.
Die Fakten zum Ausbau
In unserem Schwerpunkt zur Offshore-Windenergie haben unsere Gastautorinnen und -autoren in den letzten Wochen die diversen Aspekte eingehend erörtert. Sie stellten fest:
- Windenergie auf See ist preiswert: Die ersten beiden Windparks wurden bei Ausschreibungen im letzten Jahr ohne Förderung durch das EEG bezuschlagt.
- Die technische Entwicklung verläuft rasant: Neue Anlagen sorgen mit einer Nennleistung von über 10 MW und einem Rotordurchmesser über 200 m über eine Verfügbarkeit an 363 Tagen im Jahr und für eine jährliche Auslastung von 4.000 Volllaststunden.
- Fortschritte gibt es auch aus der Rechtspraxis zu vermelden: Die – hoch komplexen – Genehmigungsverfahren laufen inzwischen sehr stringent ab.
- Die Zahl der Beschäftigten in der Offshore-Windkraft wächst: Waren 2010 nur 4.000 Personen in der Branche beschäftigt, sind es jetzt bereits 27.000.
- Die Konflikte zwischen Naturschutz und weiterem Ausbau der Offshore-Windenergie bestehen fort. Daran kann auch ein allseits anerkanntes Standortuntersuchungskonzept nichts ändern.
Wichtige Fakten haben wir auch in unserer Info-Grafik zur Offshore-Windkraftzusammengefasst.
Klimaschutz hat Konjunktur: Wird davon auch die Offshore-Branche profitieren?
Ob im Zuge verstärkter Klimaschutzanstrengungen der bisher gültige Deckel beim Offshore-Ausbau fällt, bleibt abzuwarten
Die alarmierenden Meldungen der Klimaforscher, erneute sommerliche Spitzentemperaturen in Deutschland und die Bewegung „Fridays for Future“ sorgen dafür, dass der Klimaschutz derzeit hoch im Kurs steht. Sehr wahrscheinlich wird davon auch die Offshore-Windenergie profitieren. Auch international gewinnt der Ausbau auf See zunehmend an Fahrt.
Ob im Zuge verstärkter Klimaschutzanstrengungen der bisher in Deutschland gültige Deckel (Ausbau 15 GW bis 2030) beim Offshore-Ausbau fällt, bleibt abzuwarten. Wie viele Windenergie-Anlagen die deutsche See noch verträgt, wenn Klima- und Naturschutz im Einklang bleiben sollen, bleibt ebenfalls eine offene Frage.
Unsere Umfrage lief vom 13. Mai bis zum 23. Juni. An ihr nahmen 2.783 Personen teil.
Thomas Bartsch-Hauschild
vor 6 JahrenDer Ausbau der Windenerie stößt politisch an seine Grenzen und in der Nordsee und Ostsee neben dem Plastikmüll
auch die Lärmentwicklung unter Wasser (Schallwellen) einschließlich der hohen Kosten und Stromtransportwege an Land
sind Kostentreiber , die Stromkosten sind in Deutsckand die höchsten neben Dänemark.
Über 50 % der Stromksten sind Steuern und Abgaben die entfallen müßten.
Die Co 2 Steuer ist überflüssing , wenn umweltschädlichen Subventionen von über 50 Millarden Euro laut Umweltbundesamt eingestellt werden. Im überigen hat das Bundsverfassungsgericht klare Grenzen aufgezeigt das Steueren und Abgaben einschließlich der Sozialabgaben nicht mehr als 50 % beim Bürger betragen sollen.
Diese Belastungsgrenze ist in 2019 bereits überschritten