Negativemissionen
Negativemission bezeichnet den Prozess, bei dem bereits ausgestoßene Treibhausgase – vor allem Kohlendioxid (CO₂) – wieder aus der Atmosphäre entfernt und dauerhaft gespeichert werden. Ziel ist es, nicht nur Emissionen zu vermeiden, sondern auch vorhandene Mengen zu reduzieren, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Dies kann auf natürlichem Weg geschehen, etwa durch Aufforstung oder die Wiederherstellung von Mooren, die große Mengen CO₂ binden. Technologische Verfahren sind zum Beispiel Direct Air Capture (Filterung von CO₂ direkt aus der Luft) oder Bioenergie mit CO₂-Abscheidung und Speicherung (BECCS). Negativemissionen gelten im Rahmen der Pariser Klimaziele als unverzichtbar, um sogenannte „Netto-Null-Emissionen“ zu erreichen.