Erneuerbare Energien = kleiner Carbon Footprint in Island?

Stefan Poslowsky

Energie-Reporter

Stefan Poslowsky berichtet für uns aus Island über die Themen Ausbau der Erneuerbaren, CarbFix und BitCoin

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27. Juli 2018

Beitrag vom 11. September 2018

Islands CO2 Emissionen pro Einwohner sind aufgrund der regenerativen Energieerzeugung mit 6,06 t pro Einwohner deutlich geringer als in Deutschland. Doch ist der Lebensstil der Isländer wirklich so viel besser für das Klima als der deutsche und wie sehen die beiden Länder im internationalen Vergleich aus? Das erfahrt ihr von Energie-Reporter Stefan Poslowsky in seinem aktuellen Video. Außerdem hat er noch einen kleinen Tipp für euch, wie ihr euren persönlichen Fußabdruck ohne großen Aufwand reduzieren könnt.

Über die (noch) ungenutzte Windkraft auf Island

Beitrag vom 27. Juli 2018

Windkraftanlage auf Island.
Auf Island finden sich eigentlich optimale Bedingungen für die Stromerzeugung durch Windkraft.

Foto: Stefan Poslowsky / Stiftung

Auf Island stehen aktuell nur 15 Windturbinen. Am fehlendem Wind kann es nicht liegen, wie unser Energie-Reporter Stefan Poslowksy aus erster Hand erfahren durfte. In Zukunft soll die Windkraft aber stärker genutzt werden. Der staatlichen Energieversorger Islands Landsvirkjun plant, nahe des Búrfell-Wasserkraftwerks einen 200 MW Windpark zu errichten.

Die Vorteile des Standorts liegen dabei klar auf der Hand: ein vorhandenes Leitungsnetz, hohe lokale Windstärken und eine geringe Besiedlungsdichte in der Region. Außerdem kann das Wasserkraftwerk in Phasen mit starkem Wind die Stromerzeugung drosseln und im Becken Wasser für Zeiten mit weniger Wind speichern. Aktuell werden an diesem Standort zwei Windräder getestet, die selbst bei Orkanböen noch Strom erzeugen können. Deren Auslastungsdaten können online live eingesehen werden.

Islands Strombedarf ist durch die reichlich vorhandenen Wasserkraftwerke und die Geothermie bereits sehr gut abgedeckt. Die Strompreise sind, wie Stefan Poslowksy in seinem Video über Bitcoins schon berichtet hat, so günstig, dass es viele energieintensive Branchen nach Island zieht. Unter diesem Gesichtspunkt scheint der Bau von Windparks eher eine Investition die Zukunft zu sein. Diese könnte sich vor allem auszahlen, wenn Islands Stromnetz zukünftig mit dem europäischen Markt verbunden sein sollte. Die ersten Pläne dafür wurden bereits 2014 unter dem Namen Icelink vorgestellt: Mit einer 1170 km langen Leitung zwischen Island und Großbritannien will Island das grüne Kraftwerk Europas werden.

Carbfix im Hellisheiði-Kraftwerk – Vorbild für Deutschland?

Beitrag vom 29. Juni 2018

Luftaufnahme des Hellisheidi Kraftwerks in Island
Luftaufnahme des Hellisheidi Kraftwerks in Island

Foto: YouTube/StiftungEnergie

Energie-Reporter Stefan Poslowsky ist weiter in Island unterwegs. Dieses Mal hat es ihn zum Hellisheiði-Kraftwerk bei Reykjavik verschlagen. Bei diesem handelt es sich um ein Geothermie Kraftwerk. Solche Kraftwerke gelten als sehr klimafreundlich.. Doch auch hier kommt es zu einem Ausstoß von CO2, welches aus tieferen Erdschichten mit dem heißen Dampf entweicht.

Durch das CarbFix-Projekt wird das freigesetzte CO2 des Hellisheiði-Kraftwerks in Basaltgestein eingelagert. Dies wird durch eine chemische Reaktion des CO2 ermöglicht mit den Elementen Calcium, Magnesium und Eisen, welche reichlich im Basaltgestein vorhanden sind. Durch diese Reaktionen entstehen Karbonate, die das CO2 in fester Form binden. Somit kann das CO2 nicht mehr in die Atmosphäre entweichen. Nebenbei wird auch noch der übel riechende Schwefelwasserstoff eingelagert.

Stefan Poslowksy stellt sich die Frage, ob wir in Deutschland etwas von diesem Projekt lernen können, da auch wir einige Regionen mit Basaltgestein haben, das zur Speicherung von Kohlenstoff genutzt werden könnte.

Island: Ein Eldorado für Bitcoin-Mining

Beitrag vom 23. Mai 2018

Benjamin franklin with bitcoin glasses on network connection background. Graph growth. Cryptocurrency. Ethereum and traditional money concept.
Die niedrigen Strompreise begünstigen den Krypto-Rausch in Island.

Foto: Fotolia

Stefan Poslowsky studiert Wirtschaftsingenieurwesen am KIT in Karlsruhe. Seit einiger Zeit ist er außerdem als Energie-Reporter für unsere Stiftung in Island unterwegs, wo er ein Auslandssemester an der Reykjavik University absolviert und sich unter anderem mit der Kryptowährung BitCoin beschäftigt.

Island wurde schon von seinen Vorgängern als Energie-Reporter als ein Land mit besonderen Energiepotenzialen vorgestellt. Sie fokussierten sich dabei vor allem auf die Wasserkraft und die Geothermie, mit der u.a. Fernwärmenetze betrieben werden. Stefan will in seinen Videos nun den Fokus auf die Windkraft legen und wird sich mit dem CarbFix-Projekt beschäftigen.

In seinem aktuellen Video dreht sich alles darum, wie die Bedingungen in Island das Mining von Kryptowährungen begünstigen und welche Auswirkungen dies hat. Als der BitCoin gegen Ende des letzten Jahres auf seinem Höchststand ging, war das Thema in aller Munde. Einige Menschen waren wie aus dem Nichts zu „BitCoin-Millionären“ geworden. Eine Höchststandsmeldung jagte die nächste. Doch mit dem Absturz und der darauf folgenden Stabilisierung des Kurses ebbte das mediale Interesse langsam ab.

Doch in Island sind BitCoin und andere Kryptowährungen weiterhin deutlich präsenter als beispielsweise in Deutschland. Das liegt vor allem an den unzähligen Mining-Anlagen, die auf der Insel wie Pilze aus dem Boden sprießen. Der Grund sind die günstigen Strompreise auf der Insel. Island bietet aber noch andere Vorteile, wie Stefan in seinem aktuellen Video beschreibt.

Island Reloaded - Ein neuer Blick auf Island

Beitrag vom 26.03.2018

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