Essen wir das Klima auf?

Gastautor Portrait

Dr. Rolf Sommer und Tanja Dräger de Teran

WWF Deutschland

Dr Rolf Sommer ist Direktor des Fachbereichs Landwirtschaft und Landnutzungsänderung beim WWF in Deutschland. Zuvor arbeitete er als Principal Scientist am Internationalen Zentrum für tropische Landwirtschaft (CIAT) in Nairobi, Kenia. Seit über 20 Jahren ist er als Experte für tropische Landwirtschaft und Böden in Afrika, Asien und Lateinamerika unterwegs. Die Suche nach nachhaltigen Lösungen, die Ernährungssicherheit, nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung, Naturschutz, Biodiversität und das funktionierende von Agrarökosystemen zusammenbringen, steht seit je her im Mittelpunkt der Arbeit von Rolf Sommer. Dies umfasst den Schutz oder die Wiederherstellung von Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit auf Feldebene, die Verbesserung des Lebensunterhalts von Kleinbauern durch verbesserte, wettbewerbsfähige und ökoeffiziente Produktionssysteme auf Betriebsebene, die biologische Vielfalt, den Schutz von Natur und Landschaft sowie die Rehabilitation auf Wassereinzugsgebiets- / regionaler Ebene und die Kohlenstoffbindung und Klimaschutz auf globaler Ebene. Rolf Sommer hat einen Doktortitel in Agrarwissenschaften und einen Diplom in Biologie und hat in den letzten 20 Jahren zahlreiche Artikel, Konferenzbeiträge und Online-Veröffentlichungen veröffentlicht. Tanja Dräger de Teran ist Referentin für nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung beim WWF. Übergreifendes Ziel der Arbeit von Frau Dräger de Teran liegt darin, sich für einen nachhaltigen Anbau von Biomasse sowie eine nachhaltige Ernährung einzusetzen. Dies umschließt auch das Thema Lebensmittelverschwendung. Zentrales Thema ihrer Arbeit ist die Darstellung der Auswirkungen unserer Ernährungsgewohnheiten auf unsere Ressourcen und das Klima. Dies betrifft auch die Verschwendung von Lebensmitteln – ob in privaten Haushalten oder entlang der Wertschöpfungskette. Ziel ihrer Arbeit ist, Lösungsansätze und alternativen Handlungsoptionen zu analysieren, um den Ressourcenverbrauch zu vermindern sowie die Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Ernährung zu stärken . Weiterhin hat sich Frau Dräger de Teran im Rahmen verschiedener Projekte mit verschiedenen Schnittstellen von Landwirtschaft und Umwelt auseinandergesetzt, darunter zum Klimaschutz, Gewässerschutz, insbesondere in Bezug auf die Stickstoffproblematik, sowie zur Artenvielfalt. Darüber hinaus hat Tanja Dräger de Teran sich über die letzten Jahre mit verschiedenen Förderpolitiken und Fachrechten in Bezug auf eine nachhaltige Landnutzung auseinandergesetzt. Tanja Dräger studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geographie mit den Nebenfächern Biologie und Meteorologie. Schwerpunkte des Studiums bildeten Aspekte der nachhaltigen Nutzung, der Umweltökonomie und der Umweltpolitik.

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14. Oktober 2020
Essen wir das Klima auf?

Landwirtschaft und Ernährung nehmen in hohem Maße Einfluss auf unsere Umwelt. Der ökologische Fußabdruck unserer Ernährungssysteme ist enorm; er ist tatsächlich zu groß, denn wir überschreiten planetare Grenzen, und ‚verbrauchen‘ mehr Land, Wasser und Nährstoffe (v.a. Stickstoff und Phosphat) als nachhaltig ist; unsere intensive, auf chemische Inputs angewiesene Form der Landwirtschaft trägt zur Zerstörung von Artenvielfalt und natürlichen Lebensräumen bei und befeuert die Klimakrise.

Unsere Ernährung verursacht mindestens 1/3 der globalen Treibhausgasemissionen

Auf das globale Ernährungssystem sind bis zu 37% der globalen Treibhausgasemissionen zurückzuführen

Auf das globale Ernährungssystem sind bis zu 37% der globalen Treibhausgasemissionen zurückzuführen. Direkte Emissionen tragen hierzu ca. 12 % bei. Das beinhaltet Methan aus Reisfeldern und von Wiederkäuern, und Lachgas, das aus landwirtschaftlich genutzten Böden entweicht. Beides sind potente Klimagase. Methan ist 25-mal so wirksam wie Kohlendioxid, Lachgas sogar 298-mal, d.h. bereits kleine Mengen haben hohe Treibhauswirkung. Kohlendioxid wird u.a. durch den direkten Verbrauch von fossilen Brennstoffen in der Landwirtschaft frei.

Indirekte Emissionen machen weitere 12 % der weltweiten Emissionen aus. Hierzu trägt die Abholzung von (Regen)wäldern und die Nutzung von Savannen und Graslandflächen bzw. die Umwandlung von einzigartigen Lebensräumen in landwirtschaftliche Flächen bei, sowie der Verlust von Kohlendioxid aus landwirtschaftlich genutzten Böden.

Und schließlich: ~13 % der globalen Treibhausgasemissionen entstehen im Zuge der weiteren Verarbeitung, oder beispielsweise des Transports oder der Kühlung von Lebensmitteln.

Brennende Regenwälder in Brasilien – Symbol für die Überbeanspruchung unseres Planeten

Indirekte Emissionen – Abholzung und Freisetzung von CO2 durch Landnutzungswandel – schlagen vor allem in den Ländern des globalen Südens massiv zu Buche. Die brennenden Regenwälder in Brasilien stehen hier bildlich für diese katastrophalen Auswirkungen. Der Klima-Fußabdruck unseres Ernährungssystems in Deutschland trägt dazu bei: Das Umweltbundesamt beziffert die Gesamtemissionen für Deutschland in 2018 auf 805 Millionen (M) Tonnen (t) CO2-Äqivalente. In solche Äquivalente werden Methan und Lachgas unter Zuhilfenahme der oben-genannten Faktoren (25 und 298) umgerechnet, um eine gemeinsame Betrachtungsbasis zu schaffen. Pro Person fallen also 9,7 t CO2-Äquivalente pro Jahr and; davon sind 1,7 CO2-Äquivalente Ernährung, das sind ungefähr 18% der Gesamtemissionen.

Essen wir also unser Klima auf? Die Antwort lautet: ja!

Schauen wir uns dazu kurz den Landverbrauch an. Denn wie oben bereits angedeutet, verursachen Landnutzung und vor allem Landnutzungswandel, d.h. die Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen, leider erhebliche Treibhausgasemissionen!

Wir (ver)brauchen Fläche in den Ländern des globalen Südens

Wir benötigen für unsere Ernährung in Deutschland rund 19,4 Mha. Davon entfallen 21,7 % auf pflanzliche Produkte (4,2 Mha), 23,8 % auf vegetarische Tierprodukte (z.B. Milch, Eier; 4,6 Mha) und 54,5 % – d.h. über die Hälfte davon! – auf Tierprodukte (Fleisch, Wurstwaren, Fisch; 10,6 Mha).

Die deutsche landwirtschaftlich genutzte Fläche ist aber nicht so groß. Sie beträgt nur rund 16,7 Mha. Davon sind ca. 71 % Ackerland, 28 % Dauergrünland und 1 % Dauerkulturen. Das heißt, um die Produktion von Lebensmittel in Deutschland zu sichern, benötigen wir Land in anderen Ländern. Netto wären dies rund 2,7 Mha; eine Fläche fast so groß wie Belgien.

Fleisch frisst Klima!

Essen wir das Klima auf?

Vor allem der Fleischkonsum schlägt massiv zu Buche. Der Land-, Wasser und Energieverbrauch, und damit der CO2-Fußabdruck von Fleisch im Vergleich zur gleichwertigen Menge an Proteinen aus Sojaprodukten ist um ein Vielfaches höher (siehe Abbildung).

Im Schnitt werden rund 650 Gramm Soja benötigt um – zusammen mit anderen Futtermitteln – 1 kg Schweinefleisch zu erzeugen. Der Sojaimport nach Deutschland beläuft sich pro Jahr auf ca. 4 Mt, davon kommen momentan ca. 20 % aus Brasilien. Weniger als ein Viertel dieses Sojas ist nachweislich entwaldungsfrei bzw. als solches zertifiziert. Die EU ist nach China der zweitgrößte Importeur von Soja aus Südamerika. Unsere Importe sind folglich keineswegs vernachlässigbar!

Laut der Europäischen Kommission stammen heutzutage mehr als 30 % der für unseren Konsum importierten Lebensmittel aus tropischen Ländern mit zerstörerischer Waldnutzung; In den letzten Jahren werden vermehrt Savannen und Graslandflächen, beispielsweise die Cerrado-Region Brasiliens, für den Sojaanbau geopfert.

Es kommt drauf an, was wir essen

Eine Veränderung unserer Ernährungsgewohnheit würde sehr viel bringen. Würden wir in Deutschland beispielsweise nur einen fleischfreien Tag in der Woche einlegen – d.h. 25 Prozent mehr Gemüse und 14 Prozent weniger Fleisch essen, könnten wir 9 Mt CO2-Äquivalente pro Jahr einsparen. Für eine vierköpfige Familie entspricht diese Einsparung ca. 3,600 gefahrene Autokilometer.

Weitere Beispiele für die Auswirkungen unseres Fleischkonsums auf das Klima sind in der folgenden Grafik dargestellt.

Grafik © Ecologic, 2019. Datengrundlage: Reijnder & Soret, 2003: Quantification of the environmental impact of different dietary protein choices The American Journal of Clinical Nutrition 78, 664S–668, https://doi.org/10.1093/ajcn/78.3.664S

Lebensmittel wegschmeißen schadet dem Klima massiv

[...] es kommt ganz entscheidend drauf an, was wir essen, wie viel wir wegschmeißen und welches Lebensmittel wir produzieren und importieren.

Dr. Rolf Sommer & Tanja Dräger de Teran vom WWF Deutschland

Zweite Baustelle Lebensmittelverschwendung: es ist wird angenommen, dass Lebensmittelverluste – d.h. das Wegschmeißen von Lebensmitteln entlang der gesamten Lebensmittelkette, vom Acker bis zum Teller – fast 10 % aller Emissionen des globalen Ernährungssystems ausmachen (bzw. ~3,7 % der gesamten globalen anthropogenen Emissionen).

Vermeidbarer Lebensmittelabfall in Deutschland liegt bei geschätzten 9,9 Mt pro Jahr. Das entspricht 21,8 Mt CO2-Äquivalente an direkten Treibhausgasen entlang der Wertschöpfungskette und 26,1 Mt CO2-Äquivalente durch Landnutzung und Landnutzungsänderungen in Drittländern (0,39 Mha in Südamerika und 0,36 Mha in Asien), die sich so vermieden ließen.

Ja, wir essen das Klima auf! Aber viel wichtiger ist die Frage, können wir daran etwas ändern? Und auch hier lautet die Antwort: ja! Denn, es kommt ganz entscheidend drauf an, was wir essen, wie viel wir wegschmeißen und welches Lebensmittel wir produzieren und importieren.

Über die Autoren

Dr. Rolf Sommer

Direktor Fachbereich Landwirtschaft und Landnutzungsänderung, WWF Deutschland

Dr Rolf Sommer ist Direktor des Fachbereichs Landwirtschaft und Landnutzungsänderung beim WWF in Deutschland. Zuvor arbeitete er als Principal Scientist am Internationalen Zentrum für tropische Landwirtschaft (CIAT) in Nairobi, Kenia. Seit über 20 Jahren ist er als Experte für tropische Landwirtschaft und Böden in Afrika, Asien und Lateinamerika unterwegs. Die Suche nach nachhaltigen Lösungen, die Ernährungssicherheit, nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung, Naturschutz, Biodiversität und das funktionierende von Agrarökosystemen zusammenbringen, steht seit je her im Mittelpunkt der Arbeit von Rolf Sommer. Dies umfasst den Schutz oder die Wiederherstellung von Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit auf Feldebene, die Verbesserung des Lebensunterhalts von Kleinbauern durch verbesserte, wettbewerbsfähige und ökoeffiziente Produktionssysteme auf Betriebsebene, die biologische Vielfalt, den Schutz von Natur und Landschaft sowie die Rehabilitation auf Wassereinzugsgebiets- / regionaler Ebene und die Kohlenstoffbindung und Klimaschutz auf globaler Ebene. Rolf Sommer hat einen Doktortitel in Agrarwissenschaften und einen Diplom in Biologie und hat in den letzten 20 Jahren zahlreiche Artikel, Konferenzbeiträge und Online-Veröffentlichungen veröffentlicht.

Tanja Dräger de Teran

Referentin für nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung, WWF Deutschland

Tanja Dräger de Teran ist Referentin für nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung beim WWF. Übergreifendes Ziel der Arbeit von Frau Dräger de Teran liegt darin, sich für einen nachhaltigen Anbau von Biomasse sowie eine nachhaltige Ernährung einzusetzen. Dies umschließt auch das Thema Lebensmittelverschwendung. Zentrales Thema ihrer Arbeit ist die Darstellung der Auswirkungen unserer Ernährungsgewohnheiten auf unsere Ressourcen und das Klima. Dies betrifft auch die Verschwendung von Lebensmitteln – ob in privaten Haushalten oder entlang der Wertschöpfungskette. Ziel ihrer Arbeit ist, Lösungsansätze und alternativen Handlungsoptionen zu analysieren, um den Ressourcenverbrauch zu vermindern sowie die Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Ernährung zu stärken .
Weiterhin hat sich Frau Dräger de Teran im Rahmen verschiedener Projekte mit verschiedenen Schnittstellen von Landwirtschaft und Umwelt auseinandergesetzt, darunter zum Klimaschutz, Gewässerschutz, insbesondere in Bezug auf die Stickstoffproblematik, sowie zur Artenvielfalt. Darüber hinaus hat Tanja Dräger de Teran sich über die letzten Jahre mit verschiedenen Förderpolitiken und Fachrechten in Bezug auf eine nachhaltige Landnutzung auseinandergesetzt. Tanja Dräger studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geographie mit den Nebenfächern Biologie und Meteorologie. Schwerpunkte des Studiums bildeten Aspekte der nachhaltigen Nutzung, der Umweltökonomie und der Umweltpolitik.

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    Thomas Unnerstall

    vor 2 Wochen

    „Essen wir das Klima auf?“ - Nicht wirklich

    Dieser Artikel ist einer der vielen Berichte darüber, von wie angeblich großer Bedeutung unsere Ernährung für die Bewältigung des Klimawandels sei. Natürlich ist es sinnvoll, weniger Fleisch zu essen und Lebensmittelabfälle zu vermeiden, dem kann man uneingeschränkt zustimmen. Aber die entsprechenden Daten des Artikels sind zumindest irreführend, und er verstellt m.E. eher den Blick für die entscheidenden Aufgaben bzgl. Klimaschutz.
    Laut Inventarbericht der Bundesregierung (der mit Abstand genausten Aufgliederung der THG-Emissionen Deutschlands) verursacht der Fleischkonsum ca. 25 Mio. t CO2. Hinzu könnte man die Emissionen der für die Fleischkonsum benutzten Acker- und Grasflächen nehmen (ca. 15 Mio. t), aber das hängt davon ab, welche alternative Nutzung bei vermindertem Fleischkonsum diese Flächen erfahren würden.
    Was ist mit den Soja-Importen aus Brasilien? Lt. FAO-Daten importierte Deutschland 2018 1,4 Mio.t aus Brasilien, beanspruchte damit 0,6 Mha Fläche und verursachte so 1,1 Mio t THG-Emissionen. (Da diese Importe sinken, können sie übrigens auch nicht mit neuer Regenwaldabholzung in Verbindung gebracht werden).
    Ein fleischfreier Tag pro Woche (14 %) bringt damit netto 3-5 Mio. t CO2 – also max. 0,6 % aller deutschen Emissionen und ungefähr so viel wie ein einziges mittelgroßes Braunkohlekraftwerk. Sinnvoll ja, aber alles andere als entscheidend für den Klimaschutz.
    Lebensmittelabfälle? Laut der neuesten Studie des Thünen-Instituts 2019 gibt es vermeidbare Abfälle in Höhe von 7 Mio. t oder knapp 10 %. Da alle Lebensmittel in Deutschland etwa 65 Mio. t verursachen, bedeutet die komplette Vermeidung also etwa 6 Mio. t THG-Einsparung.
    Die weiteren Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (6-8 Mio. t) hinzuzunehmen ist irreführend, da sie in ähnlicher Weise ja auch bei alternativer Nutzung dieser Lebensmittel (wahrscheinlich Export) anfallen würden.
    Auch hier gilt: natürlich ist es aus vielen Gründen ausgesprochen sinnvoll, vermeidbare Lebensmittelabfälle zu minimieren, aber für das Klima spielt dieser Aspekt wirklich eine untergeordnete Rolle.

    Die wichtigste Maßnahme in Bezug auf Ernährung/Landwirtschaft wäre vielmehr, die Landwirtschaft in Deutschland insgesamt deutlich nachhaltiger zu machen – dies jedoch ist eine politische Aufgabe, nicht eine Frage des individuellen Verhaltens.

    Hubertus Grass

    vor 1 Woche

    Sehr geehrter Herr Unnerstall,
    die Daten, die Deutschland zur den THG-Emissionen der Landwirtschaft veröffentlicht, sind nur wenig aussagekräftig, weil Wirkungen und Wechselwirkungen nicht einfließen. Lt. IPPC Sonderbericht ist die Lw für 23 Prozent der von Menschen gemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Rechnet man jene Emissionen hinzu, die bei der Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und der Verteilung über den Verkehr entstehen, steigt der Wert auf 37 Prozent an. Es war unser Konsum, der den Druck auf die Regenwälder in Südamerika + Asien auslöste. Mittlerweile, da ist ihnen zuzustimmen, ist der Einfluss der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher aber zurück gegangen. Derzeit kommt die größte Nachfrage aus China.
    Eines von vielen Beispielen, warum der Inventarbericht noch nicht einmal die halbe Wahrheit ausdrückt. Schweinefleisch wird ihn D. hauptsächlich in Niedersachsen und NRW erzeugt. Bevor aus den Schweinen Schinken wird, werden sie schon durch die Gegend gefahren, dito das Futter. Einiges aus Übersee. Gefahren wird auch die Gülle (mit den bekannten Nitratfolgen). Dies geht ebenso wenig in die THG der Landwirtschaft ein wie die Fahrt zum Schlachthof, die Fahrt des Schinkens in den Schwarzwald, dessen Verarbeitung und dann die Fahrt zum Endverbraucher in Görlitz (oder ins Ausland). Übrigens geht der größte Teil des Export-Schweinefleisches nach China - in normalen Zeiten.
    Darauf, dass die Landwirtschaft in Europa nachhaltiger wird, müssen wir noch länger warten. Was die EU diese Nacht zur GAP beschlossen hat, ist die grün gewaschene Fortsetzung des Status quo. Verbraucherinnen und Verbraucher sind auf globalen Märkten machtlos, wenn die Politik sie im Regen stehen lässt.

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