Debatten-Abend

Blick nach Bonn

29. November 2017, Stuttgart

Von 06. bis 17. November fand in Bonn die UN-Klimakonferenz 2017 COP 23 statt. Während Deutschland nur als technischer Ausrichter fungierte, hatte der vom steigenden Meeresspiegel selbst betroffene pazifische Inselstaat Fidschi den Vorsitz. Die mediale Aufmerksamkeit und Berichterstattung hierzulande war groß, während die Ergebnisse „vermutlich nicht in die Geschichtsbücher eingehen“ werden, wie beispielsweise der Deutschlandfunk am 20.11.2017 verlauten ließ. Hat die Klimakonferenz also enttäuscht, oder hat dieses Arbeitstreffen sein Soll erfüllt? Diese Frage diskutierten Experten aus Politik und Wirtschaft bei unserem Debatten-Abend am 29.11.2017.

Einen kurzen Bericht zum Debatten-Abend finden Sie in unserem Blog, wie auch ein Interview mit Sabine Nallinger, Vorständin Stiftung 2°.

Podium der Veranstaltung

Christiane Brunner

Umweltsprecherin, Die Grünen Republik Österreich

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Christiane Brunner (Jahrgang 1976) studierte bis 1996 Rechtswissenschaften in Graz und sattelte dann auf ein Studium der Umweltsystemwissenschaften um, das sie 2002 abschloss.

2000 bis 2008 arbeitete sie als Projektkoordinatorin im Europäischen Zentrum für erneuerbare Energie Güssing GmbH.

Zwischen 2002 und 2005 war Brunner Gemeinderätin in Mogersdorf, wobei sie als unabhängiges Mitglied auf der Liste der ÖVP in den Gemeinderat gewählt wurde. Sie wechselte in der Folge zu den Grünen und vertritt diese seit 2008 im Gemeinderat Jennersdorf. Seit 2005 ist Brunner Bezirkssprecherin der Grünen Jennersdorf und seit 2010 Landessprecher-stellvertreterin und Mitglied des Landesvorstandes der Grünen Burgenland.

Seit 2013 gehört Brunner dem erweiterten Bundesvorstand der Grünen Österreich an. Ab 2008 bis 2017 war sie Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat.

Sabine Nallinger

Vorständin Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz

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Sabine Nallinger wurde 1963 in Stuttgart geboren und lebt heute mit ihrer Familie in München. Die studierte Diplomgeografin war 20 Jahre als Stadt-, Raum- und Verkehrsplanerin bei Umweltverbänden, im Planungsreferat der LH München, in Ingenieurbüros und bei den Stadtwerken München tätig.

Seit 2008 treibt Nallinger im Münchener Stadtrat für Bündnis 90 / Die Grünen vor allem energie-, stadtentwicklungs- und verkehrspolitische Themen voran und kandidierte 2014 für das Amt der Oberbürgermeisterin. Seit September 2014 ist sie Vorständin der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz in Berlin.

Helmfried Meinel

Ministerialdirektor des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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Helmfried Meinel (Jahrgang 1954) wurde in Albersloh (jetzt Sendenhorst) in Nordrhein-Westfalen geboren. Nach dem Abitur studierte er 1973 bis 1980 Elektrotechnik an der Universität Stuttgart, darunter 1978/79 als Gaststudent der Physik  an der Warwick University/GB.

1981 bis 1984 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physikalische Elektronik der Universität Stuttgart mit dem Schwerpunkt Gasentladungsphysik. Anschließend war er bis 1987 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsfraktion Die Grünen für die Bereiche Forschung und Technologie, Erneuerbare Energien und Klimaschutz tätig.

1988 wechselte er an die Verbraucherzentrale NRW; zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Wohnen und Energie, ab 1990 als Leiter der Abteilung Wohnen und Energie, seit 1997 als Leiter des Bereichs Spezielle Verbraucherthemen (Energie, Ernährung, Umwelt, Wohnen/Pflege) und Mitglied der Geschäftsleitung. In den Jahren 2005 und 2006 hatte er zusätzlich auch die kommissarische Leitung des Bereichs Verbraucherrecht und Finanzdienstleistungen inne. Außerdem war er für die Verbraucherzentrale NRW seit dem Jahr 2000 Vorstandsmitglied des EnergieVision e. V.

In ehrenamtlicher Funktion war Meinel ab 2002 bis Mai 2011 Vorstandsmitglied und ab 2005 bis Mai 2011 Vorstandssprecher des Öko-Instituts e. V.

Seit Mai 2011 ist Helmfried Meinel Ministerialdirektor des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Dr. Hans-Josef Zimmer

Mitglied des Vorstands EnBW, Energie Baden-Württemberg AG

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Hans-Josef Zimmer, geboren 1958 in Merzig/Saar, studierte Maschinenbau mit Schwerpunkt Wärmetechnik an der RWTH Aachen. Danach arbeitete er ab 1986 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Reaktorentwicklung im Kernforschungszentrum Karlsruhe bis zu seiner Promotion zum Doktor-Ingenieur 1989 an der TH Karlsruhe. Im Anschluss war er bis 1997 für die ehemalige Badenwerk AG in der Abteilung Kernkraftwerke tätig mit den Schwerpunkten Planung, Sicherheitsanalysen und Projektleitung. 1993 bis 1994 arbeitete er für das Electric Power Research Institute (EPRI) in Palo Alto, USA.

1998 wechselte er zum Kernkraftwerk Philippsburg. Dort arbeitete er als Teilbereichsleiter für Nukleare Systeme und Fachbereichsleiter Systemtechnik, bevor er im Jahr 2000 die Leitung des Kraftwerks Philippsburg übernahm. 2003 wurde Zimmer Geschäftsführer der der EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) und übernahm 2004 den Vorsitz der Geschäftsführung. Parallel war er ab 2004 Mitglied des Vorstands der EnBW Kraftwerke AG, bis er im Oktober 2007 als Chief Technical Officer in den Vorstand der EnBW Energie Baden-Württemberg AG berufen wurde. Von Juli 2010 bis Dezember 2011 war Zimmer Generalbevollmächtigter Technik der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und ist seit Januar 2012 wieder als Chief Technical Officer Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG tätig.

Seit 2007 ist Dr. Zimmer außerdem Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg.

Conny Czymoch

Moderatorin

Conny Czymoch

Conny Czymoch ist eine unabhängige internationale Moderatorin und Journalistin.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist sie für die Europäische Union, die OECD, die ILO, deutsche Bundesministerien, Blue-Chip-Unternehmen, Verbände und gemeinnützige Organisationen für eine Reihe von globalen Themen zuständig.

Zu Ihren inhaltlichen Kernkompetenzen gehören Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit, die Global Goals (bis 2030), Wirtschafts- und Arbeitswelt, internationale Lieferketten sowie Ressourceneffizienz, das Querschnittsthema Digitalisierung, Mobilität und soziale Verantwortung. Beim COP23 im November 2017 in Bonn moderierte sie eine Reihe von Konferenzen und side-events für BMUB, BMZ, KFW, UNEP sowie die Deutsche Telekom.

Für 14 Jahre bis 2011 arbeitete sie als Moderatorin für den deutschen Fernsehsender Phoenix. Davor war sie Autorin, Reporterin und Moderatorin für diverse Formate bei Deutschlandfunk, Deutsche Welle, WDR, Radio Fernsehen Hongkong.

Ebenfalls fördert sie die Medienkompetenz von Managern und Führungskräften – bei  DAX30-Unternehmen, dem deutschen Mittelstand  und internationalen NGOs.

Videos der Veranstaltung