Klimaschutztag am 21. Juni in Karlsruhe – Exzellenzinitiative lädt ein

Gastautor Portrait

Maria Peukert

Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen e. V.
18. Mai 2018
Klimaschutztag - Schlossplatz Karlsruhe - pixabay / dlohner

Die von Bundesumweltministerium, Bundeswirtschaftsministerium und DIHK initiierte Exzellenzinitiative „Klimaschutz-Unternehmen“ bietet am 21. Juni in Karlsruhe ein breit aufgestelltes Tagungsprogramm.

Die Minimierung der Treibhausgas-Emissionen ist für einen wirksamen Klimaschutz notwendig. Dafür müssen sich nicht nur menschliche Lebensgewohnheiten verändern, sondern auch Unternehmens- und Organisationsstrukturen neu gedacht werden. Für den Erfolg ist es entscheidend, immer neue Maßnahmen, Strategien und Technologien zu entwickeln. IKEA, Viessmann, Aldi Süd sowie zahlreiche weitere Konzerne und mittelständische Unternehmen sind Mitglieder der Klimaschutz- und Energie-Effizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft. Dabei handelt es sich um einen branchenübergreifenden Zusammenschluss von Unternehmen in Deutschland zu einer Exzellenzinitiative. Diese Klimaschutz-Unternehmen verpflichten sich, eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz und der Energieeffizienz einzunehmen. Als Vorbilder für die gesamte Wirtschaft demonstrieren sie, dass wirtschaftlicher Erfolg mit ökologischer Nachhaltigkeit zusammengehören.

Die Initiatoren der Exzellenzinitiative sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK).

Best Practice im Fokus: Unternehmen lernen von Unternehmen

Zur Reduktion der Treibhausgasemissionen gibt es eine Vielzahl betrieblicher Maßnahmen. Die Technikinnovation vollzieht sich in diesem Bereich in einem rasanten Tempo. Diese große Bandbreite von Strategien unternehmerischer CO₂-Einsparung steht im Mittelpunkt des „Klimaschutztages“ am 21. Juni bei den Stadtwerken Karlsruhe. Hier stellen mehrere Unternehmen ihre wirtschaftlichen Praxisbeispiele für erfolgreich umgesetzte Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen vor, vermitteln ihr technisches Know-how und berichten über ihre konkreten Erfahrungen. Die Teilnehmer können sich in drei anderthalb-stündigen Blöcken in verschiedenen Fachforen beteiligen und nach persönlichem Interesse zwischen den angebotenen Themenfeldern wählen. In den Foren moderieren und referieren Vertreter aus den „Klimaschutz-Unternehmen“, den Initiatoren sowie Fachexperten aus der Wirtschaft und der Forschung. Das breite Themenspektrum reicht von Möglichkeiten der Fördermittel für Energieeffizienz-Projekte über die neuesten Klimaschutztechnologien in der Industrie und digitale Ansätze der Ressourceneffizienz bis hin zu konkreten, klimafreundlichen Nachhaltigkeits-Strategien im Produktdesign, Baugewerbe sowie der Mobilität und Logistik.

KMU, Mittelstand und Konzerne engagieren sich

Industrie 4.0 kann zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz führen.

Viktor Becker, VDI Zentrum Ressourceneffizienz

So präsentiert zum Beispiel Markus Mettler von ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG die vielfältigen technischen Maßnahmen und Projekte, die das Unternehmen bereits zur Energie- und Ressourceneinsparung umgesetzt hat: „GreenTech – Nachhaltigkeit aus Überzeugung“. Markus Mettler ist Technischer Betriebsleiter in der global aufgestellten Unternehmensgruppe, die hocheffiziente Ventilatoren und Motoren herstellt. Sein Engagement beim Klimaschutztag hat folgenden Grund: „Der Klimaschutztag ist ein sehr interessantes Veranstaltungsformat. Vorzeige-Unternehmen teilen ihre Erfahrungen und ihr Knowhow. Und man selbst kann immer noch etwas dazu lernen.“

„Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0“ ist ein Vortrag, der das Energieeffizienz- und Emissionseinsparungs-Potenzial der neuen digitalen technischen Möglichkeiten beleuchtet. Viktor Becker ist als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH Experte auf diesem Gebiet. Der Mehrwert einer Veranstaltung wie dem Klimaschutztag ist aus seiner Sicht: „Klimaschutz und Industrie 4.0 passen hervorragend zusammen, wenn sie richtig angegangen werden. Industrie 4.0 kann zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz führen. Denn im Ergebnis ist sie nichts anderes als die vollständige Erfassung und Optimierung aller Energie- und Stoffströme entlang des gesamten Lebenswegs eines Produkts. Dieser Annahme folgend wird den Teilnehmern aufgezeigt, welche Maßnahmen der Digitalisierung im verarbeitenden Gewerbe zu Ressourceneinsparungen führen. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis werden diese Maßnahmen veranschaulicht.“

Der Klimaschutztag gehört zu den jährlichen Großveranstaltungen der „Klimaschutz-Unternehmen“ und richtet sich an Interessenten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Neben und bei den Themenvorträgen und Diskussionsrunden bieten sich zahlreiche Gelegenheiten zum Networking und Austausch. Für Verpflegung ist gesorgt. Anmeldungen sind noch bis 8. Juni möglich unter www.klimaschutz-gewinnt.de/klimaschutztag.

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