Energie im Haushalt sparen: Auf der Suche nach dem bestem Weg.

Gastautor Portrait

Hubertus Grass

Kolumnist
17. Juni 2014
Hier kommt die Auswertung unserer letzten Umfrage zu aktuellen Energiepolitik, Umfrage, Energiewende aktuell
Wie lässt sich Ihrer Meinung nach im Haushalt am besten Energie einsparen?

dez-umfrage_energiesparenBei unserer vergangenen Umfrage wollten wir von Ihnen wissen: „Wie lässt sich Ihrer Meinung nach im Haushalt am besten Energie einsparen?“ Eine Frage, die uns alle im Alltag beschäftigen sollte. Warum? Jeder kann durch aktives Energiesparen und offene Augen im Alltag einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Bei keiner anderen Energiesparmaßnahme kann man so viele Fehler machen und Schäden anrichten wie bei der Dämmung eines Gebäudes. Kein Wunder, dass die Wärmedämmung immer mal wieder in der Kritik steht, weil sie unwirtschaftlich sei, Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stehen würden und zu dem bauphysikalische Schäden auftreten könnten. Das hat unsere Leserinnen und Leser aber nicht davon abgehalten, diese Maßnahme als beste Möglichkeit zur Energieeinsparung zu votieren.  

Mit einer Zustimmungsrate von 40 Prozent lag die Dämmung vor dem Einsatz energiesparender Elektrogeräte (30 Prozent), der modernen Heizungsanlage (19 Prozent) und der intelligenten Steuerung (11 Prozent).  

Und wo setzt man beim Energiesparen am besten an? Ein Blick auf die Verbrauchsstatistik Smart_Meter9991[1]gibt Hinweise: Zwei Drittel der im Haushalt eingesetzten Energie wird für das Heizen der Räume benötigt! Zählt man noch die anderen Wärmeanwendungen (Warmwasser für Dusche, Waschmaschine, Geschirrspüler und fürs Kochen) hinzu, verschlingt die Bereitstellung von Wärme insgesamt 89 Prozent der Energie in einem – durchschnittlichen – Haushalt. Die Aufwendungen fürs Kühlen (5 %), die IT (4 %) und fürs Licht (2 %) scheinen dagegen als fast zu vernachlässigende Größen.

Diese Durchschnittswerte verraten jedoch nichts über die individuell richtige Strategie. Mit Hilfe von Informationen aus dem Internet, den Rechnungen über die Heiz- und Stromkosten und einem Messgerät für den Stromverbrauch lässt sich zumindest ein erster Überblick gewinnen. Wer das Energiesparen und damit die Senkung der Energiekosten im Haushalt systematisch angehen will, braucht in der Regel fachliche Beratung. Zum Thema Dämmung läuft derzeit die Aktion „Gut gedämmt, ist halb geheizt“. Noch bis zum 25. Juni können sich Mieter, private Hauseigentümer, Bauherren und Wohnungseigentümer kostenlos von der Verbraucherzentrale beraten lassen 

PCVernetzungKleinEnergiesparen und Energieeffizienz kommen in den Ruf, „Stiefkinder der Energiewende“ zu sein. Die Sanierungsrate bei der energetischen Gebäudesanierung liegt schon seit Jahren bei nur einem Prozent pro Jahr – viel zu langsam, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will das jetzt ändern und hat die „Hauswende“ ausgerufen.

Übrigens: Energiesparen fängt im ersten Schritt meist im Kleinen an – das kann bereits beachtliche Auswirkungen haben. In den eigenen vier Wänden wird viel Energie verbraucht. Dort haben wir es zumeist selbst in der Hand, Energie und Kosten zu sparen und nachhaltig zu wirtschaften. Hier finden Sie zahlreiche Anregungen für Ihr tägliches „Energiesparprogramm“. Berichten Sie uns in der Kommentarfunktion doch von Ihren kleinen und großen Erfolgen beim Energiesparen. Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen aus der Praxis.

An unserer Umfrage, die vom 2. bis zum 15 Juni lief, nahmen 54 Personen teil.
——————————————————————————————————————-

Nehmen Sie hier an der aktuellen Umfrage teil.

 

Diskutieren Sie mit

Ich akzeptiere die Kommentarrichtlinien sowie die Datenschutzbestimmungen* *Pflichtfelder

Artikel bewerten und teilen

Energie im Haushalt sparen: Auf der Suche nach dem bestem Weg.
0
0