Wie wollen wir morgen leben? Wie sehen Klimaschutz und Energiewende in Zukunft aus?

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Redaktion

Stiftung Energie & Klimaschutz
22. November 2023

Mit diesen Fragen haben wir den diesjährigen Ideenwettbewerb der Stiftung Energie & Klimaschutz eröffnet. Schon seit 2011 zeichnen wir jedes Jahr Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus, die der Frage nachgehen, wie unsere Energiezukunft und Umwelt gestaltet werden können. Für unseren Energie-Campus können sich Doktorand*innen aller Fachrichtungen bewerben.

Auch in diesem Jahr wurden die anonym eingereichten Arbeiten von einem fünfköpfigen Gremium um Professor Joachim Knebel vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gesichtet und bewertet.

Impulsvortrag: KARLA – Reallabor zum Thema Nachhaltigkeit

Bevor die Teilnehmer ihre Arbeiten präsentierten, eröffneten Marius Albiez und Dr. Oliver Paroli einen interessanten Blick aus der Kulturwissenschaft auf das Thema Nachhaltigkeit. Sie arbeiteten u.a. beim Integrativen Konzept nachhaltiger Entwicklung der Helmholtz-Gemeinschaft mit und stellten uns das Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz (KARLA) vor. KARLA ging der Frage nach, was jeder Einzelne gegen Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit und Artensterben tun kann.

Dekarbonisierung der Energieversorgung

Der folgende Vortrag von Katharina Klein, Sprecherin des Vorstands der Stiftung Energie und Klimaschutz, zeigte auf, warum die Abkehr von fossilen Brennstoffen so wichtig ist. Sie stellte ferner die Nachhaltigkeitsagenda sowie die ehrgeizigen Klimaschutzziele der EnBW vor, die durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) als konform zum Pariser Klimaschutzabkommen bewertet werden.

Beide Keynotes regten zu einer fruchtbaren Diskussion an, die sich auch während den Pausen und in der folgenden Präsentation der Promotionsarbeiten fortsetzte.

Die Gewinner des Energie-Campus 2023

In diesem Jahr wurden elf Arbeiten eingereicht. Thematisch reichte das Spektrum von technischen Lösungen der Energiespeicherung über Recycling, nachhaltiges Bauen, eine sozilogische Untersuchung von genossenschaftlichen Engagements bis hin zur Erarbeitung von Regularien für die zukünftige Wasserstoffwirtschaft.

Die Jury bekräftigte, dass die Auswahl der Gewinner sehr schwer sei, weil alle Arbeiten interessant sind und einen wichtigen Beitrag zum von der Stiftung ausgeschriebenen Ziel leisten.

Es wurden folgende drei Gewinner des Ideenwettbewerbs ausgelotet:

Erster Preis (2.000 Euro): Roland Jan-Reiner Bednarz, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Roland Jan-Reiner Bednarz promoviert im Bereich Chemie zum Thema Elektroorganische Synthese unter dem Arbeitstitel „Large-scale electrochemical adipic acid derivative production: Electrifying technical organic synthesis“.

Zweiter Preis (1.000 Euro): Mario Schönfeldt, TU Darmstadt
Mario Schönfeldt untersucht in seiner Promotion im Bereich Materialwirtschaft die Recycling-Möglichkeiten von Magneten unter dem Titel „Improving the functional recycling of rare earth permanent magnets from various waste streams“.

Dritter Preis (500 Euro): Monja Schilling, Helmholtz-Zentrum Ulm
Monja Schilling promoviert im Fach Chemie und untersucht „Tuning Fibers – Nachwachsende Materialien für Vanadium-Redox-Flow-Batterien“

Zusätzlich zu dem Preisgeld werden die Gewinner zur Verleihung des Deutschen Innovationspreises 2024 eingeladen.

Nach Rücksprache mit den Verfassern werden die Arbeiten der Gewinner in der Druck-Ausgabe der Energiewirtschaftlichen Tagesfragen „et“ veröffentlicht. Außerdem können sie ihre Beiträge einem ausgewählten Publikum von hochrangigen Entscheidungspersonen aus Wirtschaft, Industrie, Forschung und Politik und Vertretern von Verbänden und NGOs vorstellen.

Danksagung

Wir danken den Jury-Mitliedern: Prof. h.c. Dr.-Ing. Joachim Knebel (Karlsruher Institut für Technologie), Prof. Dr. Eva Schill (Technische Universität Darmstadt), Prof. Dr. Kai Hufendiek (Universität Stuttgart), Prof. Dr. Axel Groß (Universität Ulm) und Prof. Dr. Wolfram Münch (EnBW). Trotz vielfältiger Aufgaben hat sich die Jury die Zeit für die Durchsicht der Arbeiten genommen und diese Veranstaltung erst möglich gemacht.

Wir danken Marius Albiez und Dr. Oliver Paroli für den spannenden Einblick in ihre Forschungsarbeit.

Und wir danken allen Teilnehmern fürs Mitmachen und die wertschätzenden, spannenden Diskussionen während unseres Symposions im Karlsruhe.

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