Umfrage: Was ist der größte Vorteil der Digitalisierung der Energiewelt?

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Redaktion

Stiftung Energie & Klimaschutz
07. März 2016
Digitalisierung: Auch ein Thema in der Mobilität der Zukunft

Kein technischer Fortschritt ohne Nachteil. Das sei gleich zu Anfang klar gestellt. Wenn wir heute nach dem größten Vorteil der Digitalisierung der Energiewelt fragen, dann wollen wir damit die Nachteile nicht verschweigen. Auf die kommen wir im Rahmen unseres nächsten Schwerpunktthemas noch zu sprechen. Heute geht es nur um die Vorteile, von denen wir einige beispielhaft ausgewählt haben. Digitalisierung beruht auf intelligenten Messsystemen. Das sind Allrounder, die an jeder x-beliebigen Stelle des Systems Daten erheben, Daten kommunizieren und Prozesse steuern können.

Macht die Digitalisierung der Energiewelt Energiesparen einfacher?

Bei dem mit Abstand größten Energieverbraucher in unserem Haushalt, der Heizung, werden bereits zahlreiche Thermostate und Ventile zur Steuerung des Systems eingesetzt. Erst mit der Eneregiewende aktuell, NetzausbauDigitalisierung wird eine intelligente Kommunikation des Gesamtsystems möglich. Dann darf jeder Heizkörper „mitreden“ und unser Smartphone wird zum Gehirn des Ganzen. Wie das funktioniert, hatten wir hier im Blog in der Rubrik „Start-ups der Energiewende“ mal vorgestellt.
Das polnische Startups Oort kann per Bluetooth alle Geräte in einem Haus steuern. Radio aus, Licht runter dimmen, am Thermostat drehen – das geht bei Oort über eine einzige Anwendung. Ein smartes Thermostat, das die Schwächen bisheriger Temperaturregler beseitigt, kommt von vebbu.
Energiesparen per Digitalisierung liegt im Trend. Zweidrittel der Deutschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren halten automatisch gesteuerte Haushaltsgeräte, Lampen, Heizungen oder Fenster für gut geeignet, um Energie zu sparen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Initiative Energieeffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena) hervor. Mit vernetzten Geräten zieht die Energiewende in den Verbraucherhaushalt“, erklärte Andreas Kuhlmann.

Angebot und Nachfrage kommen besser zusammen

Die Digitalisierung wird den Wettbewerb in der Strombelieferung beflügeln. Dort, wo sich der Smart_Meter9991[1]Stromverbrauch exakt messen und abrechnen lässt, wird es sich für den Anbieter lohnen, variable und bei größeren Verbrauchern auch individuelle Stromtarife anzubieten. Und es wird Belohnung dafür geben, wenn das Netz genau dann genutzt wird, wenn das Angebot hoch und die Nachfrage gering ist. Das, was wir in der Telekommunikation ab Ende der 90ziger Jahre erlebt haben, wird sich mit einer Verspätung von 20 Jahren in der Energiewirtschaft wiederholen.
Weil der Anteil der Erneuerbaren im Netz steigt und mit ihm die Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage, brauchen wir intelligente Messsysteme, die auch kleine Erzeugungsanlagen mit den Bedürfnissen im Netz und den Verbrauchern in der Umgebung – von der Waschmaschine über das Elektroautos bis hin zur Wärmepumpe – in ein intelligentes Stromnetz einbinden. Erzeuger und Verbraucher werden miteinander reden  sowohl bei uns im Haus als auch auf der Ebene der Verteilnetze.
Früher wussten die EVUs nur sehr wenig über die Auslastung im Netz. Es ist nicht lange her, dass Techniker übers Land gefahren sind und anhand von Schleppzählern die Höchstlast des vergangenen Jahres abgelesen haben. Die Digitalisierung der Energiewelt ändert das Wissen um den Zustand der Netze und deren Steuerung fundamental.

Ich bekomme genau den Strom, den ich will

Öko und regional: Warum gibt es das nur bei den Lebensmitteln und nicht beim Strom? Dank der Digitalisierung der Energiewirtschaft werden wir in absehbarer Zeit auf Wunsch genau den Strom bekommen, den wir wollen. Der Energieblogger Thorsten Zoerner hat diese Möglichkeit in einer Publikation beschrieben. Sein Hybridstrommarkt-Modell vereint zwei Technologien des Strombezugs: „den traditionellen Hausanschluss mit Bezug von einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Strombezug von erneuerbaren Energien, der anteilig gebucht und flexibel je nach Kapazität hinzugewählt wird.“  

Was meinen Sie, was ist der größte Vorteil der Digitalisierung der Energiewelt? So einfach können Sie teilnehmen: Wählen Sie Ihre Antwortmöglichkeit aus, klicken Sie auf den Button „Abstimmen“ und schon sehen Sie das aktuelle Zwischenergebnis der Umfrage. Unsere Umfrage läuft bis Sonntag, den 20. März 2016.

Diskutieren Sie mit

  1. Andrea Mathwig

    vor 3 Jahren

    Für die junge Generation, die mit Internet aufgewachsen ist, klingt dies super. Alles per Knopfdruck erledigen!

  2. Stefan

    vor 3 Jahren

    Durch die Digitalisierung kommt der Strom hoffentlich da hin wo er gerade gebraucht wird. Seit Windkrafträder und Solarzellen tagsüber an sind, glimmt die Herdplatte, Wasserkocher so vor sich hin, es wird nicht so schnell heiß-der Zähler rennt aber also muss man mehr Geld bezahlen.

    Abends mit dem AKW oder Kohlestrom geht das innerhalb einer Minute!!!

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