Startups der Energiewende: Das smarte Thermostat von vebbu

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vebbu

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09. März 2015
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Als erstes Unternehmen in der Reihe „Startups der Energiewende“ stellen wir vebbu, ein Unternehmen aus Kroatien, im Interview vor. Alle hier präsentierten Startups beteiligen sich am Wettbewerb von „Code of the New“ – CODE-n, einer globalen Innovationsplattform für digitale Pioniere. Auf der CeBIT wird 2015 zum vierten Mal der CODE_n Award vergeben. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Motto „Into The Internet of Things” – IoT. Wir veröffentlichen alle Interviews unter dem deutschen Text auch in Englisch.

Vebbu ist ein intelligentes Thermostat, das die Schwächen bisheriger Temperaturregler im europäischen Markt beseitigt. Der große Vorteil des vebbu Systems besteht in der Möglichkeit, auch dem durchschnittlichen Verbraucher ein fortschrittliches, anspruchsvolles Netzwerk zu liefern, das eine hohe Anzahl von Geräten verbindet. Dies war bisher nur mit Hilfe von komplizierten und teuren „Home automation“ Systemen möglich. Wir sprachen mit Ruder Novak, einem der drei Gründer.

DEZ: Bitte erklären Sie unseren Lesern, welche Vorteile Ihr System im Vergleich zu anderen intelligenten Thermostaten bietet. Weshalb sollte ich lieber Vebbu als ein anderes System nehmen?

Ruder Novak von vebbu: Mit dem Smart-Thermostat von Vebbu kann der Nutzer die Temperatur zu Hause oder im Büro individuell für die Räume einstellen. Man kann die co-founder_Ruder_Novak-Mikulic2Bedingungen auch anhand von Zeitplänen oder anhand des Verhaltens ändern. Das System lässt sich per Internet oder über Smartphone-Apps steuern. Zu den größten Vorteilen von Vebbu gehören die leichte Installation (keine Kabel, keine Techniker), die einfache Bedienung und der überaus günstige Preis. Es spielt keine Rolle, über wie viele Geräte ein privates Netzwerk verfügt (50, 100 oder noch mehr): Vebbu kann damit umgehen. Vebbu dringt tiefer in die HLK -Problematik ein als alle Wettbewerber.
Das besondere Angebot von Vebbu: Die Integration verschiedener HLK-Komponenten (Heizkörper, Warmwasserbereitung, Fußbodenheizung, Ventilatorkonvektoren usw.) in ein einziges Peer-to-Peer-Netzwerk, bei dem man die Temperaturen für alle Stellen einstellen kann, das Ganze preiswert und leicht – damit bieten wir einen herausragenden Mehrwert und reagieren gleichzeitig auf die Bedürfnisse des Marktes.

DEZ: Welche Märkte wollen Sie entwickeln, und haben Sie dafür schon eine Strategie?

R.N: Laut einer Marktstudie von Navigant Research könnte der globale Markt für Smart- Thermostate von heute rund 100 Millionen Dollar bis zum Jahr 2020 auf fast 1,4 Milliarden Dollar anwachsen. Und die EU wird demnach 2017 zum größten Markt der Welt.
co-founder_Hrvoje_Lasic2Im Moment gibt es kein automatisiertes, als drahtloses Netz steuerbares und intelligentes Heizungs-/Kühlungssystem für Endverbraucher. Es gibt kein System zum Heizen, Kühlen und Energiesparen, das man ohne Techniker und ohne Verkabelung einbauen kann. Die Steuergeräte für Heiz- und Kühlanlagen sowie ihr Einbau (vor allem im Netzwerk) sind derart teuer, dass der Preis eine erhebliche Eintrittsbarriere darstellt und sich solche Steuerelemente erst nach Jahren amortisieren.
In Europa liegen die Vorteile von Vebbu gegenüber allen anderen Systemen am deutlichsten auf der Hand und deshalb konzentrieren wir uns zunächst stark auf die nordeuropäischen Märkte, vor allem Deutschland und Großbritannien.

DEZ: Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen? Auf welchen Gebieten und in welcher Form wären Sie an Partnerschaften interessiert?

R.N: Momentan bauen wir mehrere Partnerschaften auf, wobei wir uns vor allem für Dienstleister und Vertriebe für die nordeuropäischen Märkte interessieren.

DEZ: Deutschland steckt gerade mitten in einem energiewirtschaftlichen Umbruch. Ist die Energiepolitik in Kroatien ein Thema? Wie wird darüber diskutiert? Nimmt der Anteil an erneuerbaren Energien dort auch zu?

R.N: Auch in Kroatien ist Energie ein Thema, vor allem seit es zur EU gehört. Die erneuerbaren Energien wachsen dort ebenfalls, und sie werden staatlich gefördert.

(Abgebildet die drei Gründer von vebbu: Ruder Novak-Mikuli, Hrvoje Lasic und Damir Serfezi, die Internetpräsenz der Firma ist noch im Aufbau.)


DEZ: Please clarify the advantages of your system compared to other thermostats for our readers. Why should I prefer vebbu to other systems?

R.N: The Vebbu smart thermostat allows users to customize the temperature in their home or office, individually by space. You can also change conditions based on schedules or behavior. You can control the system via Web and smartphone applications. Installation (no wires, no co-founder_Damir_Serfezi2engineers) and simple usability, together with extremely competitive price, are among Vebbu’s biggest advantages. No matter how many devices there are in a personal network (50, 100 or more), Vebbu can handle it. Vebbu goes deeper into HVAC problems then any existing competitor. Vebbu’s value proposition: incorporation of different HVAC components (radiators, boilers, floor heating, fan coils, etc.) in a single, wireless peer-to-peer network, with customized temperatures in each location in a cheap and easy way, thus offering outstanding added value and simultaneously answering market needs.

DEZ: Which markets do you want to develop and do you already have a strategy therefor?

R.N: The global smart thermostat market could be worth nearly $1.4 billion by 2020, up from about $100 million today, according to a market study from Navigant Research. And the EU will be the biggest market worldwide by 2017. Currently, there is no automated, wirelessly networkable and smart heating/cooling system for end consumers. There is no heating/cooling and energy preservation system that can be installed without engineers and wiring, either. The price of control devices for heating/cooling and their installation (especially in a network) is so expensive that it is a significant barrier to entry and the return on the investment for such control units takes years. Vebbu’s advantages over all other systems are most obvious in Europe, so we are definitely focused on the northern European markets at first, especially Germany and the UK.

DEZ: Do you have partners and if not in which fields and in which form would you be interested?

R.N: We are currently building different partnerships, and our main interest  are service providers, as well as distributors for the northern European markets.

DEZ: Germany is in the middle of an energy transition. Are energy politics an issue in Croatia? How is it discussed? Are renewable energy rising, too?

R.N: Energy is also a topic in Croatia, especially after joining the EU.  Renewable energy is also rising, and supported by the government.

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