CeBIT 2015: Wie die WLAN-Schokolade die Startup-Arena aufmischte…

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Anja Ebert

Gastautor
31. März 2015

Vom 16. Bis 20. März tummelten sich schier unendliche Massen von Besuchern, Medien und Fachpublikum auf der CeBIT 2015 in CODE_n Halle 16, die sich ganz den Themen Innovation, Digitalisierung und Zukunft verschrieben hatte. Das Berliner Startup „relayr“ ließ am Ende 400 internationale Bewerber hinter sich und gewinnt den mit 30.000 Euro dotierten CODE_n Award 2015. „Into the Internet of Things“ lautete das Motto. Der Contest war in die vier Themenbereiche Industry 4.0, Future Mobility, Smart City und Digital Life aufgeteilt.

Das Angebot an zukunftsweisenden Geschäftsideen reichte von der Plattform zur effizienten Vernetzung von Maschinen über ein Cloud-basiertes IT-Sicherheitssystem bis zur intelligenten Sensorik für temperaturempfindliche Medikamente oder einer Indoor-Navigationslösung für Smartphones. Einige der Startups haben wir hier im Blog bereits vorgestellt (Oort, has.to.be,Lhings, parkpocket, IS Predict, ParkTAG, Cozify, Greenbird und vebbu)

relayr gewinnt CODE_n Wettbewerb

Wunderbar_packagingDie Spezialisten für die Vernetzung des Alltags gewinnen: Überzeugt wurde die Jury vom Geschäftsmodell des jungen Unternehmens „relayr“. Denn es ebnet App-Entwicklern den Weg ins Internet der Dinge. Das Vorzeigeprodukt „WunderBar“ sieht tatsächlich aus wie eine Tafel Schokolade, beinhaltet aber modernste Sensortechnik. Die verschiedenen Sensoren messen beispielsweise Temperatur, Feuchtigkeit oder Bewegung und können wie Schokoladenstücke abgebrochen und an physischen Gegenständen angebracht werden. Softwareentwickler sind so in der Lage, ohne Kenntnisse von Elektrotechnik Anwendungen für Smartphones zu entwickeln, die auf Messdaten zugreifen und diese analysieren. Also zum Beispiel eine App, die die Temperatur im Weinkeller kontrolliert oder das Feuchtigkeitsniveau im heimischen Gewächshaus. Hardware und Software kommunizieren über die relayr Open-Sensor-Cloud-Plattform und ermöglichen Entwicklern einen schnellen und einfachen Projektstart für drahtlose Anwendungen und Prototypen – aus Smartphones werden so Smart Devices. Auch für die Energiewelt rund um Smart Home o.ä. bietet „Wunderbar“ ganz neue Möglichkeiten, um Services und Produkte einfach und kundennah zu entwickeln.

„Mit relayr hat sich die Jury für ein Unternehmen entschieden, das das Thema von CODE_n15 – Into the Internet of Things – perfekt verkörpert“, sagte Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Group und Initiator von CODE_n. „Mit der „Wunderbar“ wird das Internet der Dinge sehr leicht fass- und anwendbar für Programmierer. Und das ist auch wichtig, denn obwohl IoT gerade auch auf der CeBIT ein omnipräsentes Thema ist, sind die gefühlten Hürden für Entwickler noch sehr hoch. Relayr beseitigt diese Hürden. Mangelnde Hardware-Kenntnisse sind nun keine Entschuldigung mehr. Die Einfachheit der Lösung und die Auswirkungen auf das IoT hat die Jury überzeugt“, so Dietz weiter.

Diskussion bei CeBITIn den zurückliegenden Messetagen waren die 50 Startup-Finalisten kaum zur Ruhe gekommen. Potentielle Geschäftspartner, Kunden und Investoren sowie tausende Fachbesucher und die Medien standen Schlange an den Ständen und ließen sich Geschäftsmodelle und Strategien erklären. Denn wann kommt man schon einmal so nah an junge Unternehmen heran und kann all seine Fragen loswerden. Halle 16 wurde 2015 zum Publikumsmagnet für CeBIT-Besucher. Dazu beigetragen hatte sicherlich auch das flankierende Bühnenprogramm mit hochkarätigen Vorträgen und Repräsentanten aus Wirtschaft, Startup-Szene, Medienwelt etc. Das gesamte Konferenzprogramm gibt’s übrigens im CODE_n Youtube-Channel jederzeit zum “Nachschauen“. Einfach im Titel auf „CODE_n Conference“ achten und los geht’s.

CeBIT-HirnWarum Startups auch als Frischzellenkur für die Energiebranche wichtig und notwendig sind, hatten wir hier im Blog bereits beleuchtet. Fünf Tage lang war auch die EnBW auf der CeBIT 2015 in Hannover vertreten – mit Teams aus verschiedensten Konzernbereichen wie dem Innovationsmanagement, der IT oder der Elektromobilität. Auch interne EnBW-Startups, bestehend aus Mitarbeiterteams, brachten Ihre ersten Innovationen und Ideen mit. So stellte die EnBW zum ersten Mal „Sm!ght“ (Smart.City.Light) vor. Computerbild hat die intelligente Straßenlaterne der Zukunft mal genauer unter die Lupe genommen. Darüber hinaus wurde in gemeinsamen Werkbank-Runden mit Industrievertretern, Startups und eigenen Mitarbeitern bspw. an einem zukünftigen Smart City Grid oder Future Mobility Netzen gewerkelt. Aber machen Sie sich doch am Besten selbst ein Bild: hier geht’s zum Video.

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