War watt? Grass stromert durchs Netz

Gastautor Portrait

Hubertus Grass

Kolumnist

Nach Studium, politischem Engagement und Berufseinstieg in Aachen zog es Hubertus Grass nach Sachsen. Beruflich war er tätig als Landesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, Prokurist der Unternehmensberatung Bridges und Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden. Seit 2011 ist er als Unternehmensberater freiberuflich tätig.

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10. April 2014

Die Novellierung des EEG ist durch. Minister Gabriel hat sich mit Ländern geeinigt, das Kabinett hat dem Gesetzentwurf zugestimmt. Jetzt ist alles klar.

Dass künftig auf den selbst verbrauchten Strom bei Privaten, Gewerbe, Handel und Dienstleistung eine EEG-Umlage von 50% fällig wird, während die Industrie nur mit 15% an der Umlage beteiligt wird, sei so nicht mit den Ländern abgesprochen. Das meint jedenfalls Franz Untersteller, Baden-Württembergs Umweltminister.

Geklärt ist aber, dass ab 2017 die feste Einspeisevergütung wegfällt und durch Ausschreibungen ersetzt wird. So hat es das Kabinett beschlossen.  Nina Scheer, SPD-Bundestagsabgeordnete, legt das so aus: „Es ist wichtig, dass wir in Deutschland Ausschreibungsmodelle erst einmal gründlich prüfen.

Alles klar? Wenn alle Abgeordneten der Großen Koalition (über 500 sollen es sein) den Unterschied zwischen einem Gesetz und einem Prüfauftrag verstanden haben, ist das Bundesverfassungsgericht erst einmal dran. Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) wollen gemeinsam gegen das neue EEG klagen. Die EEG-Abgabe auf Solarstrom stelle einen „unverhältnismäßigen Eingriff in das Grundrecht der allgemeinen Handlungsfreiheit gemäß Artikel 2 Grundgesetz“ dar. Zudem verstoße das neue Gesetz gegen das Recht auf Gleichbehandlung (Artikel 3 GG), weil der Eigenverbrauch der Industrie anders im EEG behandelt werde als der private oder gewerbliche Eigenverbrauch.

Das neue EEG macht Schluss mit dem Engagement kleinerer privater Investoren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Bündnisses Bürgerenergie. Dazu gab es keinen Widerspruch. Wenigstens das wäre dann klar.

Mehrging nicht

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  1. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    "Es gibt genügend PV-Anlagenbetreiber, die Ihren Strom selbst verbrauchen und damit die Netze entlasten. Ist das eine DDR-Mani unserer Bundesregierung, für eine Leistung Geld zu verlangen, die man nicht erbracht hat?"
    ****
    Na zumindest räumen Sie endlich auch mal ein, dass EE-Anlagen das Netz verschmutzen!
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    Ich verstehe auch nicht Ihre Kritik, dass beim selbstverbauchten Strom aus z.B. Solardächern künftig EEG-Umlage fällig wird. Die Rettung des Weltklimas sollte Ihnen das doch wohl wert sein! Gemessen an diesem Ziel dürfte ja wohl kein Beitrag zu hoch sein!!! Sie sollten sich etwas schämen, dass Ihnen unsere Welt, die Zukunft unserer Kinder und Enkel nicht einmal das wert ist!
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    Im übrigen wird - sem § 12 EEG sei dank - auch die Nichtproduktion von EE-Strom schon seit Jahren fürstlich vergütet ... nämlich dann, wenn mehr EE-Strom im Netz ist, als überhaupt gebraucht wird... - warum kritisieren Sie diesen Fakt eigentlich nicht? Ist diese Einnahmequelle für Sie zu ergiebig?
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  2. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Herr Wagner, ich hätte mir Ihre Antwort vermutlich schon vorab aus Textbausteinen bei Campact ansehen können... das sture wiederholen solcher Phrasen zeugt von wenig Sachverstand... dafür sind Sie vermutlich auch - wie Ihre Glaubensbrüder - zu 150% davon überzeugt, dass Ihre Auffassung die alleinige Wahrheit ist...

    Sicher ist es auch zu Ihnen durchgedrungen, dass Wechselstrom nicht in sonderlich großen Dimensionen bezahlbar gespeichert werden kann. Aufgabe eines Netzbetreibers ist es daher, das System dadurch stabil zu halten, dass immer genau so viel Strom ins Netz eingespeist wird, wie gerade verbraucht wird. Idealerweise werden daher die Erzeugungskapazitäten bedarfsgerecht eingesetzt.
    Nun lassen sich Erneuerbare nunmal nicht bedarfsgerecht einsetzen, da sie allein vom Wettergott abhängig, zufällig mal Strom erzeugen und mal nicht. Und oftmals genau dann, wenn man überhaupt keinen Strom braucht... Und genau ist mit "Schmutzstrom" gemeint... und nicht das, was Sie glauben!
    .
    Wenn Sie lediglich die Differenz zwischen dem Börsenpreis und der EEG-Umlage (6,2 Ct) betrachten, haben Sie das EEG (auch) nicht verstanden. Nicht die Differenz zwischen Börsenpreis zur EEG-Umlage ist ausschlaggebend, sondern die zwischen Börsenpreis garantierter Einspeisevergütung!
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    Slebst einige bei Campact haben das verstanden, warum Sie nicht?
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  3. Windmüller

    vor 5 Jahren

    Herr Kaiser man braucht keine Textbausteine von campact, um das Spiel zu verstehen

    www.rwe.com/web/cms/de/343254/rwe-innogy/anlagen/onshore-anlagen/polen/

    RWE hat in Spanien und Italien vor 15 Jahren schon Windräder der 500 KW Klasse errichtet, da ist man in Deutschland gegen Windräder Sturm gelaufen.

    Warum investiert RWE Hunderte Mio € in Windräder, die nur gelegentlich Zappelstrom liefern, die Netze instabil machen, und nur einen Beitrag zur Deindustalisierung leisten ?

  4. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    "Warum investiert RWE Hunderte Mio € in Windräder, die nur gelegentlich Zappelstrom liefern, die Netze instabil machen, und nur einen Beitrag zur Deindustalisierung leisten ?"
    *******************
    Wenn Sie sich meine Beiträhe durchlesen würden, müßten Sie diese Frage nicht immer wieder stellen!
    .
    1.) RWE ist ein Wirtschaftsunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht.
    2.) RWE investiert seine Mittel dort, wo man sich die höchsten Erträge (aus Umsätzen oder aus Subventionseinnahmen) verspricht. (Das klappt nicht immer, wird jedoch angestrebt)
    3.) Der spanische Strommarkt gehört zu den am höchsten subventionierten Strommärkten Europas (zumindest solange, bis der spanische Staat daran fast in den finanziellen Ruin gettrieben wurde und die Notbremse ziehen mußte).
    4.) Auch andere deutsche Energieversorger gingen "allein aus Liebe zur erneuerbaren Stromerzeugung" nach Spanien: Googlen Sie doch einfach mal ein paar Informationen zum Engagement der Stadtwerke München in Spanien (Andasol3) unf welche Kapitalvernichtung (Notwendigkeit von Wertberichtigungen) daraus folgte, nur, weil der Subventionshahn zugedreht wurde! Nagut, hier geht es um Spanien und nicht um das im Vergleich dazu sonnenverwöhnte Deutschland...
    .
    Ich vermute mal, Sie werden es auch nach dieser ausführlichen Beschreibung immer noch nicht verstanden haben.... aber das ist vllig normal in der Öko-Religion: Glaube ist stärker als Logik!
    .

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  5. Windmüller

    vor 5 Jahren

    Herr Wagner - als Elektrotechniker kann ich über das Thema Netze nur lachen. Die modernen Windräder mit Vollumrichtertechnik, aber auch neuere PV Anlagen sind so aufgebaut, dass sie die Netze stabilisieren. Die Enercon Anlagen können ganz gezielt Blindleistung liefern. Das soll mir ein träges Braunkohle- oder Kernkraftwerk mal besser machen.

  6. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Herr Windmüller,

    wissen Sie, wenn Sie nicht immer sofort das Thema wechseln würden, wenn's ins Detail geht, weil die Luft bei Ihnen dann zumeist ganz schnell ziemlich dünn wird...
    .
    " Die modernen Windräder mit Vollumrichtertechnik, aber auch neuere PV Anlagen sind so aufgebaut, dass sie die Netze stabilisieren. "
    .
    Hier wäre ich mal auf eine Erklärung gespannt!
    1.) Die Erzeugungsseite
    Ich habe mal gelernt (korrigieren Sie doch bitte, wo ich falsch liege!), dass die durch eine WKA erzeugte Strommenge direkt von der dritten Potenz der Windgeschwindigkeite abhängt, d.h., verdoppelt sich die Windgeschwindigkeit (z.B. vereinfacht ausgedrückt: fegt eine Windböe durch den Windpark bzw. im größeren Maßstab: Wenn eine Wetterfront durch Norddeutschland fegt), so verachtfacht (!) sich plötzlich die durch WKA erzeugte Strommenge, um dann kurz darauf wieder auf 12,5% einzubrechen...
    .
    2.) Die Bedarfsseite
    Der Strombedarf einer Industrienation wie Deutschland über einen Tag folgt einem typischen Verlauf. Dieser Bedarfsverlauf ist im Grunde im voraus bekannt. In der Einsatzplanung von planbarer, zuverlässiger Stromerzeugung, kann der Lastverteiler die einzelnen Kraftwerke jederzeit so abfordern, dass der benötigte Bedarf jederzeit durch eine entsprechend gleichhohe Erzeugung gedeckt wird.
    .
    3.) Jetzt zieht eine Wetterfront über Nordeutschland hinweg und 20 GW Windkrafterzeugungsanlagen potenzieren innerhalb kurzer Zeit Ihre Erzeugung, die wegen des Einspeisevorrang komplett abgenommen werden muss (zumindest bis kurz vor dem Kollaps)
    .
    Und das soll netzstabilisierend sein? Wie?
    .
    Über PV (maximum power tracker) brauch ich - denke ich nichts weiter zu sagen. Man bekommt man eine einigermaßen analoge Erzeugungskurve nur dadurch hin, dass man die Anlagen entweder technisch oder durch eine entsprechende Ausrichtung zur Sonne nicht alle gleichzeitig ans bzw. vom Netz nimmt... Das heißt, von den gerade mal 10% Nutzungsgrad in Deutschland geht nochmals etwas verloren - Wer bezahlt das?

  7. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Herr Wagner,
    ich hatte geschrieben:
    "Das heißt, von den gerade mal 10% Nutzungsgrad in Deutschland geht nochmals etwas verloren"
    .
    und Ihre Antwort lautet:

    "Übrigens, wo man keine Primärenergie einsetzen muss kann auch nichts verloren gehen, auch keine "10%".
    Bei allem Verständnis, es ist lansam peinlich was Sie hier so alles "auftischen" wollen."
    ****
    .
    Wissen Sie, wenn Sie mit solchen Aussagen bei Camapct aufwarten, erhalten Sie vermutlich jede Menge Zustimmung, weil Sie dort alle über gleichermaßen viel Sachverstand verfügen und es dort allein darum geht, sich die gegenseitig aufgetischten "ideologisch korrekten" Phrasen zu bestätigen und zu beklatschen.... Ein entsprechende Forenzensur sorgt für nahezu uneingeschränkte Zustimmung.
    .
    In Foren, wo auch kritische Meinungen zugelassen werden, könnte es sein, dass es Ihnen unterkommt, dass Ihnen der Unsinn, den Sie zum großen Teil hier schreiben, vor die Nase gehalten wird.
    .
    Ich verzichte an dieser Stelle mal darauf, Ihnen zu erklären, was der Unterschied von Nutzungsgrad und Wirkungsgrad ist.... Wenn es Ihnen wichtig ist, werden Sie es sich vielleicht mal selbst erarbeiten... wie gesagt, für die Campact-Diskussion ist dieser Unterschied völlig irrelevant, da gehts allein um die "richtige" Ideologie!
    .
    "Bei PV-Anlagen gibt es längst regelbare Wechselrichter (Blindleistung) und seit längerem auch die stufenweise Leistungsreduzierung"
    ****
    Genau das habe habe ich doch geschrieben...?! In welchen Bereichen kann man denn die Erzeugung damit regeln? Im - gemessen am Bedarf - honöopatischen Bereich?

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  8. Windmüller

    vor 5 Jahren

    Herr Kaiser - ich habe ja verstanden.
    Wenn RWE etwas macht, ist alles in Ordnung, ansonsten geht das gaaa nich.
    Man hat in NRW den THTR 300 gebaut. Das Wunderding hat Unsummen Geld gekostet. Nukem musste extra in Hanau eine Produktionslinie für die Kugelbrennelemente errichten. Nach recht kurzer Zeit war das Wunderding Geschichte. Mit 25.000 m³ Beton wurde der Reaktor "sicher eingeschlossen", und ab 2030 etwa will man sich an den Rückbau machen. Bund und Land NRW sprangen der Betreibergesellschaft seinerzeit mit über 100 Mio DM bei, um sie vor den Ruin zu bewahren. Der Rückbau wird noch einmal mit mehrern Hundert Mio € veranschlagt.
    Alles peanuts - aber Invest in Ökoenergien führt zur Deindustrialisierung Deutschlands.

  9. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    " Windmüller vor 2 Stunden

    Wenn RWE etwas macht, ist alles in Ordnung, ansonsten geht das gaaa nich."
    *******************
    Dass Sie das sooo beschäftigt, Sie müssen ja eine wahnsinnige Angst davo haben, dass Ihnen RWE und Co. etwas von Ihren Subventionspfünden wegnimmt....
    .
    Spannende Beobachtung bei unserer Energiewende: Ind einer Marktwirtschaft wird vor allem um Kunden gekämpft - bei der Energiewende um Subventionen... das ist doch krank!

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  10. Windmüller

    vor 5 Jahren

    Herr Kaiser - wie gut, dass nur sie den klaren Blick haben. Alle die eine andere Meinung haben, sind Linke, Grüne oder Ökoreligiöse.
    Wie gut, dass das geklärt ist.
    Präsident Obama hat in seiner ersten Amtszeit 57 Mrd Dollar an staatlichen Bürgschaften bereitgestellt, damit neue KKW gebaut werden. Und in was wird investiert ? In Wind- und Solarnutzung.
    Die EPR Reaktoren in Frankreich und Finnland sind schon jetzt jeweils 5 Mrd € teurer, als geplant. Die Baukosten für Hinkley Point C in GB sind so astronomisch, dass die britische Industrie das Grausen bekommt. Enel aus Italien hat sich aus dem slowakischen KKW Projekt in Mochovce zurückgezogen, da die Baukosten aus dem Ruder laufen. Temelin wird nicht ausgebaut.
    Und nur in Deutschland erzählt man die Mär vom billigen Atomstrom, der nie subventioniert wurde.
    Dann können sie doch gern mal klären, wo ideologische Hirnwäsche betrieben wird.

  11. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Ende 2012 waren 68 Kernkraftanlagen in 14 Ländern in Bau und weitere 110 in der Planungs- oder Genehmigungsphase (bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Downloads/Energiestudie_2013.pdf?__blob=publicationFile&v=5 Siehe hier noch Anhang 2: Vergleich der Kosten von Kernkraft und regenerativer Energie).
    … und jetzt bringe ich doch mal eine Aussage von einer Quelle, der man ein gewisses Interesse unterstellen kann… aber dann wird es ja sicher auch einfach sein, die Aussage durch Fakten und Quellen zu widerlegen… also bitte schön:
    „Die Kernkraftwerke, die heute Strom erzeugen, haben nie Subventionen erhalten.
    Dies haben verschiedene Bundesregierungen, zuletzt die Regierung Schröder/Fischer, unmissverständlich erklärt. Eingesetzte FuE-Mittel der öffentlichen Hand waren als Anschubfinanzierung gedacht und haben dort, wo die einzelnen Technologien sich entfalten konnten, ihren Zweck überzeugend erfüllt. Andere Energieträger, wie beispielsweise regenerative Energien, erhielten und erhalten weiterhin Unterstützungsmittel, allerdings nach einem anderen Förderkonzept. Sie werden überwiegend unmittelbar vom Stromkunden aufgrund gesetzlicher Vorgaben unterstützt, ohne dass das Ziel wirtschaftlicher Stromerzeugung entscheidend näher rückt.“
    .
    kernenergie.de/kernenergie-wAssets/docs/fachzeitschrift-atw/2011/atw2011_0809_weis_forschungsfoerderung_1956-2010.pdf
    .
    Einfach den links nur www. voranstellen

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  12. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    " Franz Wagner vor 2 Stunden

    Herr Kaiser, ihren Vorwurf bezüglich unserer Kinder und Enkel muss ich zurückweisen.
    Seit es z.B. Photovoltaik gibt habe ich durch meine eigenen Anlagen und durch die Anlagen unsere Kunden überschlägig in den letzen 10 Jahren 8-10 Mio. Tonnen CO2-Emmisionen eingespart, ..."
    *******************
    Herr Wagner, wenn man an die enorme Klimasensitivität des CO2 glaubt, ist das bestimmt eine enorme Leistung.... und Grund für Ihre Glaubensbrüder, beeindruckt zu sein.
    .
    Sie sprechen hier von CO2-Einsparung und nicht davon, dass Sie sich mit Ihren Solarmodulen für keinerlei CO2-Emissionen verantwortlich fühlen.
    Denn "Einsparung" suggeriert zunächst einmal, dass es sich um eine Differenz handelt. Einen "unvermeidbaren" Restausstoß an CO2 scheint es demnach ja trotzdem noch zu geben...
    .
    Ist denn die Frage erlaubt (und wenn ja, wird sie auch beantwortet?) wieviel CO2 durch Ihre "umwelt- und klimafreundliche" Solarenergieerzeugung bei Ihrer Betrachtung - trotz Ihrer immensen Anstrengungen - letztlich dennoch emittiert werden? Irgendwie müssen Sie ja Ihre Einsparung ermittelt haben?
    .

  13. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Nachtrag:
    Wir haben inzwischen - der Energiewende sei Dank - über 32 GW an Solarstromerzeugungsanlagen installiert und etwa genauso viel Windkraft.
    .
    Um wieviel Tonnen ist denn der CO2 Ausstoß von Deutschland in dieser Zeit gesunkern? Wieviel CO2 stößt denn Deutschland heut p.a. im Vergleich zu... dagen wir dem Jahr 2000 aus?

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  14. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Herr Wagner
    "Amerikanische Wissenschaftler untersuchten die Ökobilanz von Solarstrom im Vergleich zu herkömmlichen Stromquellen, das Ergebnis der Studie war eindeutig Pro-Photovoltaik. Im Vergleich zu Normalstrom werden bis zu 90 Prozent weniger Schadstoffe freigesetzt."
    ***
    Wir brauchen uns nicht darüber zu streiten, dass Kohlekraftwerke im laufenden Betrieb SOx, NOx, Hg... ja sogar mehr Radioaktivität als ein Kernkraftwerk emittieren. Der Grund, weshalb Letzteres von Umweltschützern in ihrem heiligen Krieg gegen Kohlekraft eher selten angeführt wird, ist, dass man wohl Angst davor hat, die Kernenergie könnte in den Augen der Öffentlichkeit etwas von Ihrem Schrecken verlieren.
    Die Aussage in Ihrem Zitat mag nicht falsch sein... ihre Aussagefähigkeit ist für mich ohne die genauen Hintergründe zu kennen, gering. Außerdem bin ich ein großer Freund von Aufwand Nutzen-Betrachtungen, und wenn diese Aussage aus den Staaten kommt, so kann ich Ihnen versichern, dass es in den USA derzeit eine heftige Diskussion über die "sozialen Kosten des CO2" gibt (Obama ist ein großer Anhänger der Decarbonisierung). Verschiedenste Agenturen haben soziale Kosten von bis 36 Dollar pro t CO2 ermittelt.
    Selbst die Agenturen räumen ein, dass dieses Prozedere Gegenstand von „vereinfachten Annahmen und Beurteilungen ist, die die besten Versuche der Modellierer reflektieren, die verfügbare wissenschaftliche und wirtschaftliche Forschung künstlich miteinander zu verknüpfen, um diese Beziehungen zu charakterisieren“. M.a.W. Keine Standards öffnen Tür und Tor für alle möglichen "Wunschergebnisse". Umweltschützer fordern aktuell gerade, einen Preis von 43 Dollar/t anzulegen... Alle diese Modelle lassen jedoch außer acht, dass CO2 auch Vorteile hat: Pflanzenwachstum, Zivilisationsvorteile, über 80% der Energievorräte sind kohlenstoffbasiert, günstig verfügbar usw.

  15. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Herr Wagner,
    "Wieso denken Sie, gibt es den Weltklimagipfel, ..."
    ***
    Profilierungssucht bestimmter politischer Akteure.

    "Sind diese Klimaforscher, die nachgewiesen haben, dass die Zusammenhänge der globalen Erderwärmung mit dem vermehrten CO2-Ausstoß der letzen 100 Jahre zusammenhängt, in Ihren Augen dann auch "Glaubensbrüder", oder sind S i e den Statistiken und Studien anderer "Glaubensbrüder" wie z.B. unseren "EU-Frackingötti" auf den Leim gegangen?"
    ***
    Hier ist Ihr Wissenstand nicht korrekt! Es gibt weltweit nicht einen einzigen unwiderlegbaren Beweis dafür, dass die AGW-Hypothese (menschliches CO2= Hauptursache für globale Erwärmung) richtig ist. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch keinen unwiderlegbaren Beweis dafür, dass sie falsch ist. Streng genommen gibt es keiner Seite das Recht, für sich die absolute Wahrheit zu beanspruchen!
    Selbst das IPCC spricht stets nur in Wahrscheinlichkeiten. Es gibt gut 90 Computermodelle, auf deren Basis die IPCC-nahen Klimaforscher die globalen Temperaturen (auch in Abhängigkeit vom CO2-Gehalt) prognostizieren. 95% davon haben den Temperaturverlauf seit 1998 z.T.deutlich höher vorhergesagt, als dann tatsächlich gemessen wurde (trotz des stärksten jemals zu verzeichnenden CO2-Anstiegs in dieser Zeit). Dennoch hält man an den nachweislich falschen Modellen fest und hat bereits 37 Theorien über möglichen "Gründe" der seit 15 Jahren tatsächlich ausbleibenden Erwärmung "gefunden". Naja, es haben sich hier auch schon zu viele Politiker zu weit aus dem Fenster gelehnt... da kommt man ohne Gesichtsverlust nicht mehr raus, daher hält man an der These fest. Viele Wissenschaftler sind diesbezüglich eher skeptisch, was die Klimasensitivität des CO2 angeht. Umweltorganisationen sind das natürlich nicht... man braucht halt irgendeinen Feind, den man bekämpfen kann. Die nächsten Jahre werden es zeigen....

  16. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    "Ihre zitierten Computermodelle und unzähligen Quellen ... ist eine Art die schon der Rattenfänger von Hammeln anwendete. Denn diese "Kinder" kehrten auch nicht mehr zurück, genauso wie unsere Polkappen und Opfer der Atom- und Klimakatastrophen der letzten 50 Jahre. Das ist die Realität..."
    ***
    Wenn Sie sich doch so sicher sind, dass ich falsch liege, warum machen Sie sich denn nicht mal die Mühe, sich mit den gebrachten Argumenten inhaltlich auseinanderzusetzen? Schauen Sie sich die Prognosen der IPCC-Modelle an... und den Verlauf der Ist-Temperaturen.... statt sich nur blind auf die Meinungsvorgaben Ihrer religiösen Führer zu verlassen. Sie reden permanent den bösen Dämonen (Politik, Industrie), die nichts anderes tun, als Ihrer Klientel das Leben schwer zu machen. Wann immer Sie versuchen, sachlich zu wetrden, kommt (Entschuldigung:) Unsinn dabei heraus, wie obigen Beispiel wieder eindrucksvoll beweißt:
    1.) Es schmelzen derzeit nicht beide Polkappen, das Eis der Antarktis nimmt zu, das der Arktis nimmt ab - weshalb das so ist, darünber rätselt die Wissenschaft im Moment noch. (Ihre Meinungsbestimmer haben sicher schon den Menschen als Ursache dafür ausgemacht und werden weitere Ablasszahlungen dafür einfordern)
    2.) Wieviele "Klimakatastrophen" gabe es denn - Ihrer Ansicht nach - in den 50 Jahren? Und wieviele Opfer gab es denn dadurch? Wissen Sie überhaupt, was eine "Klimakatastrophe" ist? In Religionen sind "epochale Katastrophen" immer gern für die Manipulation menschlichen Handelns verwandt worden.
    3.) Wieviele (nachgewiesene) "Atomopfer" (ich denke, Sie meinen Strahlenopfer) gab es denn? 60 akute Opfer und ca. 2.000 Langzeitopfer in Tschernobyl... ansonsten: empty! Vergleichen Sie das doch mal mit den Opfern von z.B. Wasserkraft, Biomasse oder Chemie-Industrie! Aber nein, es geht Ihnen um den heiligen Krieg gegen die Kernenergie, das ist jede Verzerrung erlaubt.
    .

  17. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Achja, der endgültige Bericht der UNO zum Reaktorunfall von Fukushima ist numehr fertig.
    .
    faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/strahlenbelastung-in-fukushima-12882021.html
    .
    (einfach wieder das www. davor setzen)
    .
    Sie brauchen sich den aber nicht ansehen, denn die Uno ist sicher auch von Industrie und Herrn Öttinger gekauft, manipuliert und bestochen!
    .
    Warten Sie lieber, was Ihre Meinungvorgeber möchten, dass Sie zum UNO-Bericht glauben!
    .
    Mann Oh Mann, mit Ihnen über Energiethemen zu sprechen ist, wie wenn man mit einem streng gläubigen Katholiken die biologischen Chancen der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria diskutieren wollte.

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  18. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    "Nun, sei es darum, der IPCC hat erst gestern verkündet, wenn wir die Klimaerwärmung bis 2050 um weitere 2°C erhöhen, werden die von der Erderwärmung abhängigen Klimakatastrophen und Extremwetterphänomene verheerend zunehmen."
    **************
    Handelt es sich um das gleiche IPCC, dem Sie gestern noch indirekt unterstellt haben, von der Atomlobby gekauft zu sein, und, dass man Kernkraftwerke wieder "salonfähig" machen will? Oder wurden die - Ihrer Ansicht nach nur in Bezug auf die Kernenergie bestochen... aber bei allen anderen äußert man nur seine freie wissenschaftliche Meinung?
    .
    Also was denn nun: Sind das nun bei Ihnen die Bösen und sind das die Guten?
    .
    .
    "Wenn Sie sich schon verschiedenster Quellen bedienen, dann tun Sie wenigsten den übrigen Lesern den Gefallen, und zitieren auch aus Quellen, die auch gegen Ihre Atom-und Kohleverliebtheit sprechen. "
    ************
    Ich lese solche Quellen, um mich inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Welches Sachargument hatten Sie nochmal zum Vortrag von Herrn Prof. Sinn gebracht? Ache... "Fahne in den Wind hängen..." - stimmt, damit haben Sie alle seine Äußerungen sachlich entkräftet!
    ..
    Extremwetterphänomene:
    “Recent analyses in changes in severe local weather (tornados, thunder days, lightning and hail) in a few selected regions provide not compelling evidence for widespread systematic long-term changes“.
    (IPCC, TAR-02-2, Chapt. 2.7.4., Summary, S.163-164 )
    .
    "Das IPCC konnte auf globalem Niveau keinen Trend bei den Extremwetterereignissen erkennen und zuordnen" ... Die Analysen der Langzeitdatenreihen der Naturkatastrophen-Schäden zeigen, daß gesellschaftlicher Wandel und wirtschaftliche Entwicklung hauptsächlich für die ansteigenden Schäden bis heute verantwortlich sind."
    (Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.137 )

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  19. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Herr Wagner,

    ich habe hier im Forum meine Meinung sehr ausführlich dargelegt und für den unvoreingenommenen Leser anhand von sachlichen Quellen (Zitate) nachvollziehbar gemacht. Man muss nicht der gleichen Meinung sein wie ich aber zumindest kann man sich ein Bild darüber machen, auf welcher Grundlage ich zu meiner Meinung gekommen bin.
    Genaus versuche ich, Ihre eine sachliche (also von einer Ideologie unabhängige) Begründung für Ihre Auffassung zu finden... kann aber bei Ihnen nur rein emotionale Gründe erkennen... und wenn Sie ständig von "höheren Mächten" wie Dämonen, Verschwörungen und bestochenen Politikern sprechen, sobald Ihnen etwas nicht in den Kram passt, macht es das eben auch nicht einfacher.
    .
    Ich habe nicht nachgerechnet, wieviel CO2 ich in meinem Leben eingespart habe. Ich bin durchaus für einen ressourcenschonenden Umgang ... denke aber nicht, dass das CO2 die Klimasensitivität hat, wie uns Umweltorganisationen vormachen wollen. Das ganze Thema CO2 war ursprünglich ein Werbegag der von Ihnen verhassten Atomindustrie, die Kernkraftwerke nach dem Unglück von Tschernobyl im Vergleich zur Kohlekraft besser darstellen wollten... In Ermangelung von anderen Themen haben Umweltschützer das nun für ein Panikszenario übernommen, auf deren Basis man nun Ablasszahlungen (Kohlenstoffsteuer, Energiewende,...) einfordert.

  20. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Zu 1.) Meine uneingeschränkte Zustimmung!
    Zu 2.) Sehe ich durchaus ähnlich: Es spricht nichts dagegen - von mir aus soll man die Forschung auch fördern - das, was wir machen, geht aber weite über das hinaus (Dogmatismus, Zwangsabschaltung, Zwangsbeglückung mit teuren EE-Strom)
    Zu 3.) Akutell aus der WG3 des IPCC : "Das Klimaschutzproblem lässt sich nicht dadurch lösen, dass die Reserven an fossilen Brennstoffen zur Neige gehen. Dafür sind die weltweiten Lagerstätten noch zu voll." - Es gibt also keinen sachlichen Grund für Zwangsmaßnahmen!
    usw. usw.
    Viele Ihrer Punkte setzen auf dogmatischen Annahmen auf (Unlösbarkeit des Atommüllproblems, Negierung von technischen Fortschriftt bei Kernenegie einerseits, z.B. Transmutation, während technischer Fortschritt bei EE - insbesondere Speicher, ohne die Energiewende nie funktioniert - als gesichtert angesehen wird)

    1 0
  21. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Herr Wagner: "Schön Herr Kaiser, dass auch Sie eine Lebenswerte Umwelt möchten...Wieso ist der rollende Rubel in der Atom- und Kohleverstromung dann für viele unserer "Volksvertreter" und einigen wenigen Großaktionären mehr wert?"
    ***
    Können Sie sich vorstellen, dass eine "lebenswerte Umwelt" für viele Menschen auch der Zugang zu günstiger Energie ist? Für viele Menschen ist dies einfach eine Abwägungsentscheidung: Wiegen die Nachteile (Risiko eines Atomunfalls groß? Oder doch nur sehr gering? Kohlekarft - Gefahr der globalen Erwärmung hoch? Oder stellt es sich letztlich als Fehleinschätzung heraus?) die unbestreitbaren Vorteile (zuverlässige, bezahlbare Energie mit allem, was daran hängt) auf? Abwägungsentscheidung: Wenn man krank ist, wird man sich schädlichen Röntgenstrahlen (Radioaktivität) aussetzen, um Klarheit über die Diagnose und damit bessere Heilungschancen zu haben? - Nachdem, was ich von Ihne gelesen haben, würden Sie das Röntgengerät bzw. ein CT ablehnen...

    Zu Ihrem Punkt 9.) Siehe meine Antwort zu Ihrem Punkt 3.)
    8.), 10.) Richtig, die Erde braucht uns nicht! Ihre Ausführungen zu Tschernobyl... hm, dazu fehlen mir bislang noch die Ergebnisse von Langzeituntersuchungen. Pflanzen und Tiere entwickeln sich in der Region bislang wohl sehr gut (vermutlich, weil es dort weniger Menschen gibt). Auch Menschen leben dort noch relativ nah am Unglücksort und - nachdem, was ich gehört habe - auch ohne signifikanten Anstieg typischer Erkrankungen (allerdings habe ich hierzu im Moment keine aktuellen Unterlagen). Was ich aber weiß, Tschernobyl entwickelt sich zum Touristenmagnet mit Führungen, die bis auf 10 km an den Reaktor heran führen!

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