Infografik zur Klimabilanz der Digitalisierung

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Redaktion

Stiftung Energie & Klimaschutz
17. Mai 2021

Digitale Technologien könnten maßgeblich dazu beitragen, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 seine Klimaziele erreicht. Eine im Auftrag des Digitalverbands Bitkom erstellte Studie mit dem Titel „Klimaeffekte der Digitalisierung“ zeigt, dass die CO2-Emissionen in Deutschland durch den gezielten und beschleunigten Einsatz digitaler Lösungen in den kommenden zehn Jahren um bis zu 151 Megatonnen CO2 (129 Megatonnen netto) verringert werden könnten. Deutschland muss nach jetzigem Stand in den kommenden zehn Jahren 262 Megatonnen CO2 einsparen.

Die Studie, welche Bitkom durch das Beratungsunternehmen „Accenture“ erstellen lassen hat, untersucht sieben Anwendungsbereiche digitaler Technologien, in denen ein besonders großer CO2-Einspareffekt erzielt werden könnten: Energie, Landwirtschaft, Gesundheit, industrielle Fertigung, Mobilität, Gebäude sowie Arbeit & Business. Die größten Potenziale liegen in den Bereichen industrielle Fertigung, Mobilität, Energie und Gebäude. Zugleich wurde auch der CO2-Ausstoß untersucht, der von den digitalen Technologien selbst ausgeht. Insbesondere die Herstellung und Betrieb von Endgeräten wie Bildschirmen, Computern oder Tablets, aber auch der Betrieb der Netzinfrastruktur und der Rechenzentren verursachen mittelbar CO2-Emissionen.

In der Untersuchung wurden zwei Szenarien genauer betrachtet, um die Ergebnisse möglichst greifbar zu machen: die moderate und die beschleunigte Digitalisierung. So beziffert die Studie das CO2-Einsparpotenzial bei einer eher moderaten Entwicklung der Digitalisierung, wie sie aktuell in Deutschland stattfindet, auf rund 102 Megatonnen bis zum Jahr 2030. Das würde 39 Prozent der notwendigen CO2-Einsparungen entsprechen. Unter Berücksichtigung jenes CO2-Ausstoßes, der durch Produktion und Betrieb digitaler Technologien verursacht wird, würde der Netto-Effekt in diesem Szenario bei 86 Megatonnen liegen, was 33 Prozent der notwendigen Einsparungen entsprechen würde. Mit einer beschleunigten und gezielten Digitalisierung wäre die CO2-Reduktion mit den genannten 151 Megatonnen deutlich größer und würde 58 Prozent der notwendigen Einsparungen betragen (netto: 129 MT CO2 bzw. 49 Prozent der Einsparungen). Eine beschleunigte Digitalisierung würde dabei nicht nur auf den Umwelt- und Klimaschutz einzahlen, sie würde auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verbessern.

Die Ergebnisse für die einzelnen Anwendungsbereiche können Sie unserer Infografik entnehmen. Die komplette Studie kann hier heruntergeladen werden.

Studienergebnisse als Video: Klimabilanz der Digitalisierung bis 2030

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