Umfrage: Wann ist die Energiewende abgeschlossen?

Gastautor Portrait

Hubertus Grass

Kolumnist

Nach Studium, politischem Engagement und Berufseinstieg in Aachen zog es Hubertus Grass nach Sachsen. Beruflich war er tätig als Landesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, Prokurist der Unternehmensberatung Bridges und Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden. Seit 2011 ist er als Unternehmensberater freiberuflich tätig.

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08. September 2014
Energiewende aktuell

In Deutschland befinden wir uns aktuell mitten in der Umsetzung der Energiewende. An allen Ecken und Enden unserer Gesellschaft wird heiß und leidenschaftlich diskutiert. Zahlreiche Sichtweisen treffen dabei aufeinander. Schwarz oder weiß – ganz so einfach ist es bei der Energiewende leider nicht. Aber wann wäre die Energiewende eigentlich für Sie als Leser dieses Blogs abgeschlossen?

Windkraft onshore Eines ist klar: Die Ziellinie einer gelungenen Energiewende ist aktuell noch nicht in Sicht. Immerhin sind wir in Deutschland gemeinschaftlich auf dem Weg – und schon so manches Mal war der erste Schritt der schwerste. Also blicken wir hoffnungsvoll auf die vielen Baustellen der Energiewelt, an denen aktuell gearbeitet wird: Atomausstieg und Rückbau der Kernenergie, Netzausbau, Emissionshandel und der Ausbau der erneuerbaren Energien – um nur einige Themen zu nennen. Deshalb fragen wir Sie in unserer aktuellen Umfrage bis zum 21. September: Wann ist die Energiewende aus Ihrer Sicht vollendet – welche Baustellen müssen fertig gestellt sein?

So einfach können Sie an unserer Umfrage teilnehmen: Wählen Sie eine der genannten Antwortmöglichkeiten aus, klicken Sie auf “abstimmen” und sehen Sie direkt danach den aktuellen Ergebnisstand. Falls Ihnen eine Antwortoption gänzlich fehlt, nutzen Sie gerne die untere Kommentarfunktion und sagen Sie uns Ihre Meinung. Wir sind wie immer sehr gespannt auf Ihre Antworten und die thematisch anknüpfende Diskussion.
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Energiewende aktuell Ergebnis

Unsere Umfrage lief bis zum 21.September 2014.
So haben unsere Teilnehmer abgestimmt.

 

Diskutieren Sie mit

  1. Windmüller

    vor 4 Jahren

    Eigentlich wird nur in Deutschland solch ein Popanz um die Energiewende gemacht, in anderen Ländern geht das ohne großes Geheul. Die USA haben 100 KKW, die schon recht betagt sind, weil seit Harrisburg 1979 keine neuen Reaktoren mehr gebaut wurden. Die USA bauen Ökoenergien massiv aus ( vor allem Windkraft ), und setzen verstärkt auf Gaskraftwerke. Selbst in neue Kohlekraftwerke wird nicht mehr investiert. Schottland will sich bis 2020 zu 100% mit Ökoenergien versorgen. Frankreich will den Anteil der Kernkraft halbieren, dafür erneuerbare Energien auf 40% ausbauen.
    Wir stehen mit der Energiewende also wahrlich nicht allein da. Jedoch wird nur bei uns in Deutschland eine Zeremonie daraus gemacht.

  2. Dominik Pöschel

    vor 4 Jahren

    Die Energiewende ist dann beendet wenn wir so Strom erzeugen dass dadurch keine natürlich vorkommenden Ressourcen (Rohstoffe) geplündert werden und die Umwelt keinen Schaden erleidet.
    Die Stromerzeugung muss so erfolgen dass keine Entsorgungskosten infolge der Herstellung anfallen.
    Ebenfalls sollte die Energie kostengünstig und allen Gesellschaftsschichten zugänglich sein.

  3. Bert TheAce

    vor 4 Jahren

    Richtig, und das geht nur, wenn deutlich weniger Energie verbraucht wird. Und deutlich weniger heisst etwa die Hälfte des aktuellen Konsums. Und das wiederum setzt 100 Jahre lang die konsequente EinKindPolitik voraus, dann kann endlich dieses überbevölkerte Deutschland mit der Hälfte der aktuellen Energie auskommen. Und damit das Ganze auch weltweit wirksam wird, muss diese eigentlich schon alte Erkenntnis der OneChildPolicy - OCP - seit Maotsedong in einem über die UNO koordinierten Prozess weltweit umgesetzt werden.......die Lebensqualität würde für alle spürbar steigen.......und die Natur könnte sich wieder regenerieren...... :-)

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  4. Bruni

    vor 4 Jahren

    bei den Wind und Solar- EEG-Anlagen erhalten wir Zappelstrom. Die Stromverbraucher entnehmen den Strom auch diskontinuierlich (zappelig). Erst durch eine große Anzahl von Verbrauchern entsteht eine ausgewogene Tagesganglinie. Wenn noch viel mehr Solar- und Windkraftwerke über ein gut ausgebautes Stromnetz einspeisen würden, so hätten wir auch eine ausgewogene Tagesganglinie bei der Stromeinspeisung. Damit würden die Erneuerbaren planbarer. Man braucht aber trotzdem einen sehr großen Reservekraftwerkspark (Gaskraftwerke), der in den ertragsschwachen Monaten einspringen kann.
    Die überschüssige EEG-Energie muß außerdem sinnvoll verwendet und nicht verschenkt werden.
    Power to Gas ist trotz des schlechten Wirkungsgrad sinnvoll, weil der Wind und die Sonne keine Rechnung schicken. Der EEG Strom ist billiger geworden, er wird für 6 Cent an der Strombörse gehandelt. Die Netzagentur müßte nur diesen Preisvorteil an die Power to Gas Kraftwerke weitergeben. Gas könnte an Stelle von Erdgas Verwendung finden oder in Kraftfahrzeugen verbraucht werden. Das EEG ist gut, nur man muß da etwas umdenken.

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