Urban Mobility Talks: Antriebstechniken von morgen

Gastautor Portrait

Max Nastold

e-Motion Line GmbH

Max E. Nastold, Geschäftsführer und Co-Gründer er e-Motion Line GmbH. hat am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am KIT die Begleitforschung des Schaufensterprojekts RheinMobil bearbeitet. Weitere Stationen waren Tätigkeiten in der Automotivbranche und bei mittelständischen Unternehmen des Maschinen- und Anlagebaus im In- und Ausland. Aktuell engagiert er sich u.a. in Forschungsprojekten und Initiativen des Bundes und des Landes Baden-Württemberg im Bereich der Elektromobilität, wie der „Initiative E-BW – Elektrische Flottenfahrzeuge in Baden-Württemberg.“

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14. September 2016

Countdown: Nur noch wenige Tage bis zu den „Urban Mobility Talks“, die wir gemeinsam mit der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg am 17. September 2016 in Stuttgart veranstalten. Heute haben wir den Panel-Paten Max Nastold im Interview: Er betreut das Panel „Technik“ und diskutiert mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern alternative Antriebstechniken. Sein Fachwissen bringt der Entrepreneur aus seinem Business mit: Max Nastold ist Geschäftsführer und Co-Gründer des Startups e-Motion Line GmbH.

Herr Nastold, was ist die „Mobilität von morgen“ ?

Die „Mobilität von morgen“ ist heute schon sichtbar: Es gibt neue Mobilitätsmuster und neue Bedürfnisse der einzelnen Nutzergruppen. Dabei sind gewerbliche und private Nutzer zu unterscheiden. Die Mobilität von morgen wird ein Mobilitätsmix mit einem hohen Anteil elektrischer Mobilität auf der Straße und auf der Schiene sein. Die Mobilität von Übermorgen wird zusätzlich verstärkt vernetzt (Car2car) und auch stärker durch Assistenzsysteme geprägt sein (Stichwort Autonomes Fahren). Die Frage der Mobilität von morgen ist: Wie können wir sie so gestalten, dass wir uns den hohen Grad der heutigen individuellen Mobilität auch morgen noch leisten können?

Wegweiser mit Steckdose und Tankstelle: Welchen Weg gehen wir bei den Antriebstechniken?Welche technischen Entwicklungen werden aus Ihrer Sicht die Mobilität von morgen neu definieren?

Da stehen vor allem diese drei Aspekte im Fokus: Erstens die Entwicklung und industrielle Fertigung von neuen Batteriegenerationen. Zweitens der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Und drittens die IKT-Plattformen und damit verbunden die Einführung von weiteren Assistenzsystemen und Fahrzeugvernetzung.

Automobilbauer werden zu Mobilitätsdienstleistern

Wächst in unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren zusammen, was zusammen gehört – nämlich der Wunsch nach klimafreundlicher Mobilität und zugleich nach persönlich passenden und flexibel passenden Angeboten in Sachen Mobilität?

Nein, ein maßgeschneidertes Angebot gibt es ja bereits heute schon. In Deutschland gibt es über 40 Millionen PKWs, die wurden individuell gebaut, weil der Konsument sie nachfragt. Es findet eher eine Transformation von den klassischen Geschäftsfeldern der alten Industrien statt. So werden Automobilbauer zu Mobilitätsdienstleistern und Energieerzeuger stellen Energie für unsere tägliche Bewegung zu Verfügung. Jedoch wird der Facettenreichtum der täglichen Mobilitätsoptionen, gerade in urbanen Räumen, weiter zunehmen. Jedoch ist auch zu sagen, dass die Mobilitätstrends der Zukunft in den Mega-Citys zuerst eine Rolle spielen. In einem Flächenland wie Deutschland mit viel Provinz wird die Entwicklung noch lange auf sich warten lassen.

Was für drei gute Gründe gibt es, bei den Urban Mobility Talks Ihr Panel (Antriebs-)Technik auszuwählen?

In den Panel-Diskussionen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblick in den Stand der Technik. Es geht um die Frage, welchen Umsetzungsgrad der Elektromobilität wir heute bereits technisch erreichen können. Außerdem definieren und diskutieren wir Anwendungsfelder der Elektromobilität und widmen uns der Frage, in welchen Anwendungen die Elektromobilität heute bereits praktikabel ist. Und drittens geht es um einen Ausblick auf den Mobilitäts-Mix: Wie sieht unsere Mobilität von morgen aus und wer werden unsere Fahrzeughersteller sein?

Vielen Dank für das Interview Herr Nastold! Dann bis Samstag, bei Ihrem Panel „Technik: Alternative Antriebsformen“.

Diskutieren Sie mit

  1. Werling Friedrich

    vor 2 Jahren

    Wir brauchen die e-Mobilität in der Zukunft.
    Erstens "geht uns der Sprit aus" und zweitens sind wir durch Umweltgründen gezwungen zu handeln.
    Grüße

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