Debatten-Abend

Post Corona - Post Klimaschutz?

21. Juli 2020, Livestream

Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2020 mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte und erwartet für das gesamte Jahr einen Rückgang des BIP um 6,3%. Obwohl nach Monaten des Lockdowns das öffentliche Leben wieder startet und Industrie und Wirtschaft beginnen ihre Produktion zu steigern. Viele Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel und manche Unternehmen und Branchen kämpfen ums Überleben. Entsprechend unternimmt die Politik in EU, Bund und Land vieles, um die Konjunktur zu stützen. Doch werden nun weitere Klimaschutzmaßnahmen und regulatorische Vorgaben hintenangestellt?

Der Thinktank Agora Energiewende erwartet für Deutschland einen Rückgang der Emissionen um 4-12 %, das Reduktionsziel für das Jahr 2020 wird erreicht. Doch das ist nur ein kurzes Atemholen, denn um den globalen Temperaturanstieg sicher auf 1,5 Grad zu begrenzen, sind für die kommenden Jahrzehnten weitere Anstrengungen bei der Reduktion der Emissionen notwendig. Die Klimakrise ist nie von der Agenda gewesen und mit den größten Konjunkturprogrammen der Nachkriegsgeschichte kann ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.

Wie können die Erfahrungen im Umgang mit der Krise genutzt werden? Ist das Konjunkturpaket der Bundesrepublik hierbei hilfreich? Welche Rolle spielt jetzt noch der Green Deal der Europäischen Union? Was wurde bisher nicht berücksichtigt? Wie können die massiven Investitionen für einen nachhaltigen, resilienten Wirtschaftsaufbau genutzt werden?

Das Podium der Veranstaltung

Franz Untersteller MdL

Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg

Person
Franz Untersteller, MdL, hat viele Jahre als parlamentarischer Berater und seit 2006 als Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg den energie- und umweltpolitischen Kurs von Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg mitgeprägt. Bereits ab dem Jahr 1981 arbeitete Franz Untersteller in Freiburg am Öko-Institut e.V., von 2003 bis 2011 war er Mitglied des Vorstands. Untersteller ist seit 2011 Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg.

Dr. habil. Jörg Jasper

Konzernexperte Energiewirtschaft und Energiepolitik, EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Person
Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Hannover arbeitete Jasper ab 1994 dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Ab 1996 erhielt er ein Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung. 1998 vollendete Jasper seine Promotion und schloss einen Forschungsaufenthalt in Russland an als Stipendiat der Fritz-Thyssen-Stiftung. Jasper habilitierte sich 2004 und erhielt die Venia Legendi für das Fach Volkswirtschaftslehre. Seit 2006 arbeitet Jasper für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, zunächst als Senior Economist und seit 2010 als Konzernexperte Energiewirtschaft und Energiepolitik.

Daniela Rathe

Leiterin Politik und Außenbeziehungen, Porsche AG

— ANGEFRAGT —

Daniela Rathe leitet seit 2016 den Bereich Politik und Außenbeziehungen der Porsche AG. Sie ist somit für die zentrale Koordination aller politischer Themen auf lokaler, nationaler, EU- sowie globaler Ebene zuständig. Darüber hinaus verantwortet sie die Steuerung der Querschnittstrategie Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Zuvor leitete sie fast sieben Jahre den Fachbereich Kunst und Kultur der Universitätsstadt Tübingen und war unter anderem im Auftrag der Robert Bosch Stiftung in Rumänien und für das Goethe-Institut in Ägypten im Einsatz. Sie hat Osteuropastudien, Ost- und Südosteuropäische Geschichte sowie Romanistik in Freiburg, Berlin und Paris studiert.

Livestream

Die Debatte können Sie am 21. Juli 2020 ab 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr per Livestream online verfolgen. Einen Link zum Livestream veröffentlichen wir vorab auf dieser Website.