Unterschiedliche Typen von Kleinwindanlagen erschweren die Auswahl

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Patrick Jüttemann

klein-windkraftanlagen.com
13. Juni 2016
Vertikale Kleinwindkraftanlagen sind hübsch anzusehen, bringen aber häufig nicht die erhoffte Leistung.

Wer sich auf die Suche nach einer kleinen Windanlage für den Eigengebrauch macht, wird Bekanntschaft mit der technischen Vielseitigkeit dieser Energietechnik machen. Es gibt wohl keinen Bereich der Erneuerbaren Energien, der so unterschiedliche Bauformen und technische Konzepte als Lösungen für die Stromerzeugung bereitstellt wie der Markt für Kleinwindanlagen.

Zentrale Komponente ist der Rotor: dieser kann auf einer horizontalen oder vertikalen Achse laufen, kann unterschiedliche Formen und Anzahl an Rotorblättern umfassen, als Lee- und Luvläufer gebaut werden etc. Offensichtlich ist die Entwicklung von Kleinwindanlagen ein Eldorado für Ingenieure, Erfinder und Bastler. Weltweit gibt es diverse Entwicklungsvorhaben, Forschungsprojekte und Startups mit neuen Ideen und Konzepten, vor Ort den Wind in Strom umzuwandeln. Beim Kleinwindkraft-Portal meldet sich fast jeden Monat ein Erfinder oder Startup mit der Vorstellung technischer Zeichnungen oder Fotos eines Prototypen.

Vorsicht vor unseriösen Anbietern von Kleinwindanlagen

Wer sich als Hausbesitzer, Landwirt oder Gewerbebetrieb ein kleines Windrad anschaffen möchte, wird durch den technischen Variantenreichtum verwirrt. Problematisch ist, dass Eine Kleinwindanlage auf einem 10 Meter Mast. wiederkehrend Anbieter auf dem Markt erscheinen, deren Kleinwindturbinen höchst fragwürdig sind. Ein Aspekt ist dabei besonders wichtig, die Sturmsicherheit. Der Wind übt bei hohen Geschwindigkeiten enorme Kräfte aus, die nur durch erprobte und professionelle Regelungstechnik beherrschbar werden. Teilweise werden Kleinwindanlagen angeboten, die eher Prototypen gleichen, da sie ihre Sturmsicherheit nicht unter Beweis gestellt haben.
Immer wieder erscheinen schwarze Schafe, die vor allem privaten Hausbesitzern nicht funktionierende Technik andrehen. Wie z. B. ein Hersteller von vertikalen Savonius-Rotoren aus dem Allgäu, der seine Windanlagen schlichtweg ohne Einspeisetechnik installiert hat. Ein Laderegler oder Wechselrichter konnte auch Monate nach der Installation nicht bereitgestellt werden, bis der Hersteller schließlich insolvent war.

Selbstverständlich gibt es technisch hochwertige und erprobte Anlagentechnik. Das zeigen die regelmäßigen Marktanalysen als Grundlage für den Kleinwind-Marktreport, der dezidiert nur Patrick Jüttemann hat einen informativen Ratgeber über Kleinwindanlagen verfasst.empfehlenswerte Kleinwindanlagen umfasst. Im Kleinwind-Marktreport 2016 wurden erstmals fünf vertikale Kleinwindkraftanlagen aufgenommen. Stand der Technik sind Windkraftanlagen mit horizontaler Rotorachse. Diese Bauform trifft auf alle Großwindkraftanlagen zu.
Vor allem private Hausbesitzer müssen bei Anbietern Vorsicht walten lassen, die Mikro-Windkraftanlagen für die Installation auf dem Dach anpreisen. Solche Standorte sind oft nicht geeignet, da es Lagen im windschattigen Wohngebiet betrifft. Es hängt vom Grundstück ab, Randlagen mit freier Anströmung aus westlicher Richtung oder Höhenlagen können geeignet sein. Niedrige Dächer sind prinzipiell nicht die erste Wahl für eine Installation, bessere Wahl ist ein bodenständiger Mast neben dem Haus.
Weitere Informationen zur Kleinwindkraft findet man im kostenfreien E-Book „Wegweiser Kleinwindkraft“. Die PDF-Datei mit über 30 Seiten erhält man über die Anmeldung zum kostenfreien Newsletter des Kleinwindkraft-Portals.

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