Die Energiewende mit Schwung voranbringen

Gastautor Portrait

Dr. Brigitte Dahlbender

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Seit 16 Jahren ist Dr. Brigitte Dahlbender Landesvorsitzende des BUND in Baden-Württemberg. Sie engagiert sich zudem auch als Mitglied im Deutschen Naturschutzring, im Landesbeirat für Umwelt- und Naturschutz, im Umweltrat der Evangelischen Landeskirche sowie in der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Brigitte Dahlbender wurde für ihr Engagement am 20. April 2013 mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

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06. Februar 2014

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich ist eine Erfolgsgeschichte. Sie hat in den vergangenen zehn Jahren viele Prognosen übertroffen. Dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit festen Einspeisevergütungen haben sich viele Bürgerinnen und Bürger getraut, in diese Technologien zu investieren. Landwirte wurden zu Energiewirten, viele Bürgerenergiegenossenschaften betreiben Windparks, Biogas- und Photovoltaikanlagen. Diese Bürgerenergiewende wurde von den großen Energiekonzernen lange Zeit nicht ernst genommen. Statt frühzeitig in Erneuerbare Energien zu investieren, wurden neue Kohlekraftwerke gebaut, die heute als Fehlinvestitionen gelten.Windpark in Buchholz, Niedersachsen.

Die EnBW hat wie alle vier großen Energiekonzerne in Deutschland einen erheblichen Nachholbedarf, was den Anteil der Erneuerbaren Energien angeht. Blendet man die alten Wasserkraftwerke aus, so beträgt der Anteil weniger als 5 % der Eigenstromerzeugung. Der Ansatz der Konzernstrategie, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf mindestens 40 % zu erhöhen, ist ein gutes Zeichen dafür, dass in Teilen der EnBW ein Umdenken stattgefunden hat.

Dem Einstieg in die Erneuerbaren Energien muss im Konzern aber auch der Ausstieg aus der Kohle- und Atomkraft folgen. Dazu braucht es einen Fahrplan, und es wäre wünschenswert, dass die EnBW durch eine vorzeitige Abschaltung der Atomkraftwerke ein glaubwürdiges Signal setzt. Unterdessen verstaubt die Genehmigung für ein hocheffizientes Gas- und Dampfkraftwerk im Karlsruher Rheinhafen in den Schubladen, während an gleicher Stelle Kohlekraftwerke ihren Dreck in die Luft schleudern.

Der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien krempelt das bisherige Energiesystem komplett um. Bürgerinnen und Bürger als Energieerzeuger, Bürgerenergiegenossenschaften mit innovativen Contracting-Modellen und neue Unternehmen, die „intelligente Vernetzung“ anbieten, drängen in den Markt. Die EnBW als der größte Energieversorger in Baden-Württemberg muss sich diesen Veränderungen stellen und ihre Rolle neu definieren. Die Energieerzeugung wird an Bedeutung verlieren, während die Bündelung und Verteilung des Stroms sowie Energiedienstleistungen die Wachstumsmärkte der Zukunft sind. Die Kunden sind nicht mehr nur Verbraucher, sondern auch Produzenten regenerativen Stroms. Neue Partnerschaften mit Kommunen, Stadtwerken oder Genossenschaften können entstehen. Dieser Wandel vom Energieversorger zum Energiedienstleister muss auch Geschäftsfelder wie Energieeffizienz, Lastmanagement und Contracting umfassen.

Die Maxime sollte sein, nicht mehr nur möglichst viel Strom und Gas verkaufen zu wollen, sondern die optimale Lösung für die Kunden anzubieten. Wer Energie und Kosten spart, ist zufrieden und bleibt Kunde, was sich längerfristig bezahlt macht. Nicht nur auf die kurzfristige Gewinnmaximierung und hohe Rendite zu schauen, kann ebenfalls Teil des Wandels sein.

Die EnBW hat sich auf den Weg gemacht, Teil der Energiewende zu werden. Bei vielen positiven Ansätzen gibt es weiterhin viele Schattenseiten, wie die Beteiligung an neuen Kohlekraftwerken und der Betrieb der Atomkraftwerke, insbesondere die damit verbundenen Unmengen an radioaktiven Hinterlassenschaften. Dieses Erbe der alten Energiewirtschaft muss sich der Konzern annehmen. Er muss entsprechende finanzielle Mittel bereitstellen und Sorge tragen, dass die für Mensch und Umwelt am wenigsten schädliche Lösung gefunden wird.

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  1. Atomix

    vor 5 Jahren

    Komische Erfolgsgeschichte, die damit Funktioniert, dass über eine Abgabe (EEG ) ein System subventioniert wird, das sonst als Rohrgrebierer im Keim erstickt wäre. Keine Frage diese Stromerzeugungsart hat ihre Berechtigung, aber bitte doch nich für die Stromversorgung eines Industriestandort wie Deutschland. Der Umbau der Stromversorgung in Deutschland vergleiche ich gerne mit der Wartung und Pflege eines guten Autos. Wir können gut und gerne eine Weile an diesem Herumbasteln, er sieht von außen immer noch passabel aus und funktioniert auch noch. Irgend wann gibt er aber seinen Geist auf und dann wird es richtig teuer. Ganz zu schweigen, dass die Konkurrenz bezüglich Wirtschaftlichkeit schon längst davon gefahren ist. Das Paradox dabei ist auch noch,dass es alle ja nur gut gemeint haben. Doch gut gemeint ist eben das Gegenteil von gut gemacht. Aber wir haben eben sozusagen über Nacht im Jahr 2011 ca. 80.000.000 Energieexperten bekommen, die vorherige waren ja keine Visionäre, keine Männer mit Weitblick, ewig gestrige, die der neuen Zukunft mit erneuerbaren Energie nicht abgewinnen konnten. Ich bin nunfast 20 Jahre mit in dieser Branche tätig und habe mich stets auf dem laufenden gehalten was die Energieerzeugung angeht und das was wir bis zum Jahr 2010 hier in Deutschland hatten, konnte nicht einmal die gute Schweiz toppen. Das was wir jetzt mit unserer Stromerzeugung anstellen wir von KEINEM Land dieser Erde nachgeahmt. Jeder schüttelt nur den Kopf was wir hier umgestalten, und noch mit solch einem Tempo. Ich hoffe sehr, dass sich die Ernüchterung alsbald einstellen möge, damit es am Schluss nicht so brutal Weh tun wird. Ob wir Deutsche allerdings unsere lehren daraus ziehen bezweifle ich doch sehr. Schließlich hat der Rattenfänger aus Hameln ständig ein neues Gesicht und wir Deutsche sind ein Volk von Heuchler geworden die den Blick auf das Wesentliche verloren haben. Gute Nacht Deutschland.

  2. Ulrich Welker

    vor 5 Jahren

    Eine Frage: Sind eine wackligere Stromversorgung, eine Deindustriealisierung trotz EEG-Ausnahme-regeln, die Pleiten vieler Solarfirmen und explodierende Strompreise für die Bürger ein Erfolg?

  3. Dominik Pöschel

    vor 5 Jahren

    Hallo Fr. Dr. Dahlbender,
    sicherlich haben alle Energiekonzerne nun nachholbedarf was die erhöhung an Regenerativem Strom im Gesamtmix angeht. Das von Ihnen angesprochene Vertrauen der Bürger in Regenrative Energien zu investieren wurde S E H R T E U E R auf dem Rücken der Stromkunden finanziert. Wo sehen sie da bitte eine Erfolg. Sie lassen völlig außer Acht das in den Ländern um uns herum 10 neue AKW´s geplant sind. Um einen nachhaltigen Beitrag für die Umwelt und die folgenden Generationen zu leisten müssen am besten alle EU-Ländern an einem Strang ziehen. Das ist leider nicht der Fall. Eine saubere Insel ist zu wenig um die Welt zu retten. Wir können liebe Fr. Dr. Dahlbender uns solche Gedankenspiele leisten die meisten anderen Länder auch weltweit gesehen nicht das ist die bittere Wahrheit. Jetzt haben wir einen Weg beschritten der viel steiniger ist als gedacht. Gerade aus diesem Grund braucht es das Know how von uns den Energieversorgern. Es muß schluß sein mit der negativen Stimmungsmache gegen die Energiekonzeren. Der von Ihnen geforderte Wandel zum Energiedienstleister ist schon zum teil vollzogen. Wir sind die letzten die nicht bereit sind auch neue Wege zu gehen stehen aber auch in der Verantwortung für die Bürger, die Industrie für eine sichere Stromversorgung in Deutschland,. Weder die Bürger noch die Bürgerenergiegenossenschaften haben die Kompetenz was Netzauslastung und Versorgungssicherheit anbelangt.

  4. Arnold Kiesten

    vor 5 Jahren

    Milliardenweise werden Völker in Not unterstützt, oft ohne zu wissen wo die Gelder geblieben sind,
    wer die wirklichen Nutznießer sind. Mit einem Bruchteil der Gelder könnten wir die halbe, oder ganze
    Sahara aufkaufen, mit Sonnenenergie unbegrenzt Wasserstoff herstellen, und mit Tankern den
    Verbrauchen anbieten. Im weiten Umfang der Energieanlagen hätte die Bevölkerung Arbeit und
    einen menschenwürdigen Lebensstandard, Kohle und Öl sind viel zu schade zum Verbrennen und
    sollten vorwiegend für die Herstellung von Gebrauchs- und Verbrauchsmaterial Verwendung finden.
    Die Atomkraftwerke sollten sofort wieder eingeschaltet werden, damit die Energiewende schneller
    und billiger voran getrieben werden kann.
    Und was den Endverbraucher betrifft, es gibt viele Möglichkeiten mit Elektrizität Auto zu fahren,
    und das Leben insgesamt billiger zu gestalten.

  5. Uwe Neumann

    vor 5 Jahren

    Hallo Herr Kiesten, natuerlich kann man mit Solar Wasserstoff produzieren. Frage ist wieviel Schweroel braucht man um diesen Wasserstoff um die Welt zu kutschen. Wie teuer sind die Tanker? Kein Reeder wird so ein Schiff ohne Subventionen bauen. Internationale Vorschriften fuer Fluessiggastanker mal ankucken. Noch etwas zu Umweltschutz. Dieser ist wichtig muss aber logisch betrieben werden. Wo kommt der Strom vom Elektroauto her? Vieleicht von einem Kohlekraftwerk oder Atomstrom aus Frankreich? Umweltschutz darf nicht nur eine Verlagerung sein sondern auch mal wissenschaftlich und nicht nur politisch betrieben werden.

    2 0
  6. Simon Hans Gerhard

    vor 5 Jahren

    An diesem Problem sollten Fachleute arbeiten die auch Ahnung vom Energiesparen haben,
    und keine Pseudowissenschaftler Ohne Ahnung,davon aber ziemlich viel.

  7. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Sehr geehrte Frau Dr. Dahlmeyer,

    Sie haben Recht, der Ausbau der Erneuerbaren hat in den vergangen 10 Jahren viele Prognosen übertroffen. Wie sagte doch Jürgen Trittin 2004: "Die Energiewende wird uns pro Monat nicht mehr kosten als eine Kugel Eis!"

    Und wie stehe wir heute da?

    Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wo Sie da einen Erfolg erkennen können:

    Allein die Subventionen der Erneuerbaren kosten heute soviel, wie die komplette Stromversorgung Deutschlands vor 10 Jahren.

    Siemens, Bosch haben Milliardenverluste in der Erneuerbarensparte hinnehmen müssen, riesige außerordentliche Abschreibungen belasten unsere Energieversorger, Stellenstreichungen und Verlagerungen ins Ausland sind die sichtbare Folge.

    Wir sind weltweit die einzige Industrienation, die sich mit einer Energiewende selbst kasteit... Währen wir die ersten auf diesem Weg, wären wir Pioniere... bleiben wir die einzigen, sind wir die Idioten (und der Weg ist zum jetzigen Zeitpunkt falsch). Es zeugt schon von einem erheblichen Maß an Arroganz, sich für schlauer als alle anderen Länder zu halten!

    Der Jobboom in der Erneuerbarenbranche wird durch kaschierte Statisktiken (Bruttobeschäftigungszahlen des BMU) arglistig vorgetäuscht.

    "Bürgerbeteiligung" bedeutet hier vor allem: Für die Kosten aufkommen, denn verdienen tun nur die Profis... und dann, wenn die Subventionen abgeschöpft sind, ziehen sich Banken usw. zurück und der Bürger darf sich beteiligen - und verlieren (siehe PROKON).

    Ihre rein emotionalen Ausführungen und Glaubensbekenntnisse halten einem Faktencheck und Tatsachenabgleich nicht stand.

    Ich wünschte, unser Land würde bei Energiethemen wieder zu Pragmatismus und Ingenieurtum (Physiker, Maschinenbauer, Elektroingenieure) zurückfinden und nicht ständig unkritisch das glauben, was uns Sozialpädagogen, Lehrer und Theologen erzählen wollen.

  8. Holzwurm

    vor 5 Jahren

    Hallo Herr Kaiser, hallo Forum. Ja leider, wieder einmal, haben unsere Politiker goldene Berge versprochen. Der Bürger leider wieder mal geschlafen oder Fussball gucken müssen. Nix verstanden, nix mitbekommen! Jetzt wo alles schief läuft, was unter richtigen Umständen prima gelaufen wäre, da schreit "Hans und Gretel" Hilfe hilfe! Die grossen Unternehmen haben sich schon fast alle von der EEG-Umlage befreien lassen. Hat prima funktioniert! Der dt. Michel hat bis heute die Tragweite noch nicht einmal verstanden. Es wird Zeit das wir, das Volk, unsere Angelegenheiten selber
    regeln! Unsre Politiker und deren "Sachverständige" haben andere Interessen und kommen nicht dazu!

    Der neueste Trieb unseres Herrn Energieministers Gabriel: Selbsterzeuger die ihren eigenen Strom auch selbst verbrauchen, sollen mit 4,4 Cent KW belastet werden. Demnächst wird auch der selbstgebackene Kuchen mit 2,00 Euro bestraft!

    Etwas was in dieser EEG-Diskusion nicht vergessen werden darf, die EEG_Gebühr wird direkt erhoben, die Subventionskosten für Braunkohlestrom wird mit unseren Steuergeldern gezahlt und
    die sind um einiges höher als die EEG-Gebühr! Was der AKW-Strom einmal gekostet hat ist nicht absehbahr! Die Endrechnung kommt erst noch! Entsorgung, Endlager, Kastortransporte, Polizeieinsätze und und und...... Kosten die auf Generationen verschoben sind, die unsere Kinder und Kindeskinder zahlen werden. Nicht angedacht, was im Falle der Katastrophe an kosten und leid über unser Land kommt! Dann werden Politiker wieder mit Hubschraubern zu den Katastrophenplätzen reisen und grosse Reden über Hilfe und zusammenstehen schwingen. Passieren wird auch dann nix, weil, das ist unbezahlbar, siehe Japan!!

    So gesehen ist die EEG-Gebühr letztendlich geringer vor allem aber ehrlicher!

    2 17
  9. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    Hallo Holzwurm,

    Sie informieren sich zu einseitig:

    Zunächst mal wurde die Kernenergie in Deutschland von 1950 bis heut mit gut 54 Mrd Euro subventioniert. Diese Zahl hat das Öko-Institut - das sicher nicht verdächtig ist, der Kernenergie nahe zu stehen - auf seiner Homepage veröffentlicht:

    http://www.streitpunkt-kernenergie.de/index.php?id=16

    Dafür hat uns die Kernenergie 70 Jahre zuverlässig und günstig mit Strom versorgt.

    Wenn Sie die Subventionen an die Kohle ansprechen, müssen Sie sehr genau formulieren. Kohle wird/wurde nicht nur zur Verstromung, sondern auch zum Heizen und für den Verkehr eingesetzt. Wenn die Öko-Branche von Kohlesubventionen spricht, wird dies alles häufig vereinfachend der Kohleverstromung zugeordnet - dann sehehn die EE-Anlagen nicht ganz so schlimm da... allerdings wird es peonlichst vermieden, die Subvention in Relation zur erzeugten Strommenge zu setzen - warum wohl?

    Was unser "Atommülproblem" angeht, so handelt es sich hierbei eher um ein politisches Problem und nicht um ein technisches Problem - für interessierte Kreise ist die "Unlösbarkeit des Atommüllproblems" jedoch sehr wichtig, weil nahezu ihre gesamte Ideologie darauf fußt.

    Die Kostenfrage ist ebenfalls geregelt - siehe § 21b AtG. Derjenige, der einen Vorteil aus dem Endlager haben kann (EVU, Krankenhäuser usw.), muss für alle aktuellen und zukünftigen Kosten aufkommen... und eine Vorauszahlungsverördnung sorgt dafür, dass bereits heute Beiträge zu leisten sind... darüber hinaus wurden Rückstellungen gebildet... diese Kosten wurden also alle in den Strompreis der vergangenen Jahrzehnte eingepreist.

    nicht nur Verschwörungstheorien lesen, auch mal Fachliteratur!

    17 0
  10. Fred

    vor 5 Jahren

    Es ist erstaunlich, wo die vielen Fakten beim BUND herkommen, wieviele Kraftwerke wurden den neu gebaut in Deutschland in den letzten 10 Jahren? Wieviele kleine unrentable alte, wenn auch ertüchtigte Kraftwerke fristen noch ihr dasein? Es ist an der Zeit bezahlbare Umsetzungen zu machen und einen Schritt nach dem Anderen. Energieerzeugung wird niemals seine Rolle verlieren, wie den auch wir verbrauchen davon reichlich, es ist die Aufgabenstellung effizient damit umzugehen, die Erzeugung auf dezentrale Zellen zu stützen und zentrale Mechanismen zu haben, welche den Energiebedarf von Industrie und Handel abdecken. Es ist ein schlechter Ansatz jetzt voreilig etwas zu verteufeln, nachdenken und mit gesunden Menschenverstand herangehen und nicht immer mit kaufmänischen und ökologischen Blicken alles zerstören.

  11. Dominik Pöschel

    vor 5 Jahren

    Hallo Fr. Dr. Dahlbender,

    da Sie ja im BUND Landesvorsitzende sind finde ich es seltsam Sie darauf aufmerksam machen zu müssen das Sie in Ihrer Betrachtung der Energiewende eines völlig außer acht lassen. Den SCHUTZ von Umwelt und Natur. Das was Sie Ihren Schutzbefohlenen den Tieren (Vögel) und der Natur (Eingriffe in den natürlichen Lebensraum mit der Energiewende in Form von Windrädern antun ist unbeschreiblich. Es kommt hierbei auf die Wahl des richtigen Standortes für die Windkraftanlagen an. Leiderr gibt es die nur begrenzt in unserem Land und da wo Sie zum Teil schon stehen müssen die Zugvögel dran vorbei. Also da sehen Sie das es nicht so einfacht ist mit der Energiewende. Nicht genug das Sie den Verbrauchern schon den letzten Cent aus der Tasche zieht nein Fr. Dr. Dahlbender auch die Umwelt und unsere Heimischen Tiere ( ich darf Sie daran erinnern das z. B. viele heimische Kleinvogelarten mitlerweile bedroht sind) muß wieder Ihren Preis zahlen und genau das müssen Sie als Lansdesvorsitzende des BUND verhindern!!!!! Wenn es eine Energiewende gibt dann kommt die durch die Energieversorger selbst in Deutschland. Jeder außerhalb der Energíebranche will wissen wie es geht mit der Energiewende da fragt man sich wozu es die EVU`s in Deutschland gibt......

  12. Dirk Kaiser

    vor 5 Jahren

    @Dominik Pöschel,

    Der BUND ist längst nicht mehr der "sympatische Verein", der in Robin Hood-Manier den Kampf für den "Kleinen gegen die Großen" führt.

    Man ist längst zu knallharten wirtschaftlich-mafiösen Strukturen mutiert:

    Freiherr Enoch zu Guttenberg hat seinem demonstrativen Austritt aus dem von ihm mitbegründeten BUND auf eklatante Beispiele der Schutzgelderpressung durch BUND und NABU hingewiesen. So hat sich die Meyer-Werft in Papenburg die Zustimmung der Umweltverbände zur Emsvertiefung für neun Millionen Euro erkauft. Der BUND zog seine Klage gegen den Windpark Nordergründe im Wattenmeer gegen die Zahlung von 800.000 Euro zurück. Der NABU hat kürzlich seine Klage gegen einen Windpark im hessischen Vogelsberg gegen die Zahlung von 500.000 Euro fallen gelassen. Die Liste wird immer länger.

    Das bayerische Umweltministerium hat vor kurzem die für größere Investitionen vorgeschriebene artenschutzrechtliche Prüfung so weit reduziert, dass jetzt beinahe überall Windparks genehmigt werden können. Statt 386 Vogel- und 24 Fledermausarten müssen jetzt nur noch 26 Vogel- und acht Fledermausarten berücksichtigt werden. Wo bleibt da der entsetzte Aufschrei der Umweltbewegten?

    Das ist alles nur Heuchelei von BUND und Co!

    20 0
  13. Irmgard Weihbrecht

    vor 5 Jahren

    Man muss die Natur und Umwelt vor dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland schützen.
    Kurz gesagt:
    Man muss die Umwelt vor den (unechten)Umweltschützern schützen.

    Und die Moral von der Geschicht: TRAU dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland nicht.

  14. Holger Bauer

    vor 5 Jahren

    Die bisherige Bilanz des EEG sieht unter den gegebenen Marktbedingungen verheerend aus: gestiegener CO2 Ausstoß (Teillast, Kohle), keine nachhaltige industrielle Stärkung bei Rückgang der Förderquoten (Solarbranche in D) und vor allem noch immer kein weltweiter Konsenz. Allein der jährliche Zuwachs an CO2 Chinas entspricht in etwa dem gesamten jährlichen Ausstoß an CO2 Deutschlands. Schon allein daran erkennt man, wie groß der Einfluss aufs Weltklima sein wird.
    Während der BUND Landesverband den Einzug von Windenergieanlagen in ökologisch wertvolle Gebiete wie Laubmischwälder befürwortet kämpfen die eigenen Ortsverbände verzweifelt um das Überleben von Rotmilan, Abendsegler und zahlreichen anderen bedrohten Arten. das ganze zudem häufig in Schwachwindgebieten! Nicht nur den Menschen werden Erholungsräume genommen sondern stabile Klimaschutzfunktionen des Waldes ohne vorhersehbare Folgen durch hektargroße Aufrisse gefährdet.
    So nicht Frau Dr. Dahlbender!

  15. Erich Görgens

    vor 4 Jahren

    Hallo Frau Dr. Dahlbender, ich habe schon meine Hoffnung fast aufgegeben, dass hinter dem Natur.... auch noch etwas "wie Interesse an Lösungen verborgen sein könnte." Gerne lasse ich mich von Ihnen korrigieren und empfehle Ihnen meinen Kommentar auf der Seite von Herrn Grass unter https://www.dialog-energie-zukunft.de/umfrage-herausforderungen-energiewende/#comment-2193
    Ich freue mich auf Ihr Feedback!

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