Debatten-Abend

Wie viel Kohle können wir uns noch leisten?

07. Juni 2016, Stuttgart

Debatten-Abend diskutiert Ausstiegszenarien aus der fossilen Energieerzeugung nach Elmau und dem Pariser Klimagipfel.

Der Begriff „Dekarbonisierung“ ist nicht von den Grünen, sondern von den Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen geprägt worden, stellte Baden-Württembergs Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller gleich zu Beginn des Debatten-Abends in Stuttgart klar. Beim G7-Gipfel im Juni 2015 auf Schloss Elmau beschlossen sie, die Energiewirtschaft ihrer Länder bis Mitte des Jahrhunderts auf nicht-fossile Energieträger umzustellen. Ein halbes Jahr legten sich bei der Weltklimakonferenz in Paris 194 Staaten vertraglich darauf fest, den klimabedingten Temperaturanstieg auf 2 Grad, möglichst jedoch auf 1,5 Grad zu begrenzen. Auch die neue grün-schwarze Regierung in Baden-Württemberg hat in ihrem Koalitionsvertrag die Notwendigkeit der Dekarbonisierung bis Mitte des Jahrhunderts festgeschrieben.

Podium der Veranstaltung

Franz Untersteller

Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, MdL

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Franz Untersteller (Jahrgang 1957) schloss sein Studium der Landschaftsplanung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen 1982 als Diplom-Ingenieur ab. Parallel zum Studium arbeitete er 1981 am Öko-Institut Freiburg.

1982 war Untersteller als Stipendiat der „Carl-Duisberg-Gesellschaft“ an einem Projekt des kolumbianischen Umweltministeriums in der Region Cauca (Kolumbien) tätig. Nach seiner Rückkehr wurde er Parlamentarischer Berater der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg für die Bereiche Umwelt- und Energiepolitik, bis er selbst 2006 als Mitglied der Fraktion GRÜNE in den Landtag von Baden-Württemberg einzog. Bereits 2006 wählte ihn die Fraktion zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion. Im Mai 2011 wurde er zum Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg ernannt. Bei den Landtagswahlen im März 2016 konnte er erstmals das Direktmandat im Stuttgarter Wahlkreis III erringen und wurde am 12. Mai 2016 wieder als Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg vereidigt.

Dr. Rüdiger Schwarz

Leiter der Landesfachkommission Rohstoffpolitik

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Dr. Schwarz schloss das Studium der Geologie an der Universität Greifswald im Jahr 1982 ab und promovierte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald im Jahr 1990. Er begann seine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Bergbau am Zentralen Geologischen Institut (ZGI) in Berlin im Jahr 1982. Seit 1985 war er als Leiter der Abteilung „Sicherheit im Bergbau“ verantwortlich für den Kali-Bergbau im östlichen Teil von Deutschland (ehemals DDR). Nach der deutschen Wiedervereinigung gründete er seine erste eigene Firma als Geschäftsführer der GEO Consult GmbH. Zwischen 1994 und 2000 arbeitete er an Projekten, die sich mit Umwelt- und sozioökonomischen Fragestellungen im Zuge von Minenschließungen befassten, für die Bergbauindustrie und die Regierung von Namibia mit Sitz in Windhoek, Namibia. Zwischen 2006 und 2009 arbeitete er bei G.U.B. Ingenieur AG als Prokurist und Leiter der Auslandsabteilung.

Er gründete 2010 als Geschäftsführer die Firma geotec Rohstoffe GmbH mit Sitz in Berlin. Die Firma geotec Rohstoffe GmbH beschäftigt sich weltweit mit der Erkundung – Bewertung – Finanzierung und Entwicklung von Rohstoffprojekten mit dem Schwerpunkt REE – Seltene Erden, Technische Metalle und Kohle. Die komplexe Sanierung und Wieder-Inwertsetzung von Bergbaustandorten („Management Strukturwandel“), der bergbaurelevante Umweltschutz einschließlich IWRM (Integrated Water Recource Management), die Koordinierung von Stakeholder-Dialog-Prozessen sowie die Applikation von Erneuerbaren Energien in Bergbauprojekte sind Bestandteile seiner Arbeit. Weitere Themenfelder sind die Nutzung von CCS&U-Technologien (Carbon Capture and Storage & Usage) bei der Entwicklung von CO2-Speichern. geotec verfügt über spezialisiertes Wissen aus eigener Projektentwicklung sowie über die Möglichkeiten der stofflichen Nutzung von Kohle (insbesondere Abfall-Kohle) für die Erzeugung von Kraftstoffen (SPAK). Schwerpunktmärkte sind das Südliche Afrika, China, Mongolei und Kanada.

Dr. Schwarz leitet seit mehreren Jahren die Landesfachkommission Rohstoffpolitik im Landesverband Berlin – Brandenburg im Wirtschaftsrat der CDU e.V. Er setzt sich aktiv ein für die aktive Nutzung einheimischer Rohstoffe, und tritt für die Sicherung möglichst geschlossener Wertschöpfungsketten in der Rohstoffwirtschaft ein

Dr. Gerd Rosenkranz

Leiter Grundsatzfragen bei Agora Energiewende

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Gerd Rosenkranz ist Leiter Grundsatzfragen bei Agora Energiewende und insbesondere zuständig für Fragen der Zukunft der Kohleverstromung.

Von 2004 bis Ende 2013 war er Leiter Politik & Presse bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Berlin, davor seit 1999 Redakteur für Umwelt- und Energiepolitik beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel ebenfalls in Berlin. Zuvor arbeitete er seit 1991 als Freier Journalist vor allem für überregionale Printmedien mit Themenschwerpunkt Energie, Technik, Ökologie. Seine journalistische Laufbahn begann er 1988 als Redakteur der tageszeitung, taz.

Von Hause aus ist Rosenkranz promovierter Werkstoffwissenschaftler und Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Metallkunde. Er war von 1975 bis 1981 Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Werkstoffwissenschaften in Stuttgart und studierte dann Kommunikationswissenschaften und Journalistik an der Universität Stuttgart-Hohenheim mit Abschluss Diplom-Journalist.

Dr.-Ing. Georg-Nikolaus Stamatelopoulos

Leiter Geschäftseinheit Erzeugung der EnBW Energie Baden-Württemberg AG

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Georg-Nikolaus Stamatelopoulos studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Athen und wurde an der Technischen Universität Braunschweig promoviert.

Er war für 14 Jahre im Anlagenbau tätig, wo er Anlagen für die konventionelle Stromerzeugung ausgelegt, konstruiert, installiert und in Betrieb genommen hat.

Zur EnBW Energie Baden-Württemberg AG wechselte er im Juli 2010, wo er zunächst in der EnBW Kraftwerke AG und der EnBW Erneuerbare Energien GmbH  verantwortlich für die Technik war. Bis Ende Juli 2014 verantwortete er die großen Neubauprojekte der Erzeugung – unter anderem RDK8, RKI M5 und Baltic 2.

Im August 2014 wurde er zum Leiter Geschäftseinheit Erzeugung ernannt.

Hubertus Grass

Unternehmensberater und Vorstand der BRIDGES Consulting Group AG

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Hubertus Grass studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft an der RWTH Aachen. Seit 1978 ist er als freier Journalist für verschiedene Zeitungen und diverse Online-Medien tätig. Nach dem Wehrdienst arbeitete er 1979 bis 1982 zunächst als Geschäftsführer des Hotel Grass in Hagen-Hohenlim-burg.

1989 bis 1992 war er Vorstandssprecher des Kreisverbands Aachen der Partei DIE GRÜNEN sowie Fraktionsgeschäftsführer Aachen und Stolberg/Rheinland. Im Anschluss übernahm er die Landesgeschäftsführung von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen, bis er 1999 als Geschäftsführender Prokurist in die BRIDGES Public Management Consulting GmbH, Berlin eintrat.

2002 wechselte er als Partner der G. U. Keller, Kultur & Management Unternehmensberatung nach Bautzen. Danach arbeitete er 2005 bis 2007 als Parlamentarischer Berater der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für Wirtschaft, Energie und Klima im Sächsischen Landtag. 2007 bis 2010 übernahm er ein weiteres Mal die Landesgeschäftsführer Landesgeschäftsführung von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen. 2010 bis 2011 leitete er die Abteilung Presse und Öffentlichkeit des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden.

Grass ist selbständiger Unternehmensberater und Vorstand der BRIDGES Consulting Group AG, Berlin.

Videos der Veranstaltung

Dokumente und Downloads

PDF – Präsentation von Dr.-Ing. Georg-Nikolaus Stamatelopoulos, Leiter Erzeugung Betrieb der EnBW Energie Baden-Württemberg AG

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PDF – Präsentation von Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Grundsatzfragen Agora Energiewende

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PDF – Präsentation von Dr. Rüdiger Schwarz, geschäftsführender Gesellschafter der geotec Rohstoffe GmbH Berlin und Vorsitzender der Landesfachkommission Rohstoffpolitik des Landesverbandes Berlin-Brandenburg

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PDF - Zertifikat CO 2 Kompensation

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