Das Thema Plastik spielt heutzutage eine wichtige Rolle, denn durch unseren Konsum richten wir erhebliche Schäden auf unserer Erde an. Deshalb ist nachhaltiger und verantwortungsbewusster Konsum von Plastik von großer Bedeutung.
Schon der Beginn der Mülltrennung kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. Hier war ich bei meiner Reise überrascht, als ich erfahren habe, dass in der Slowakei laut den Vorschriften Müll getrennt wird. In Bratislava wird nach Papier, Plastik, Glas und Restmüll getrennt. Zu beachten ist jedoch, dass sich Theorie und Praxis oftmals unterscheiden, dass sich Menschen nicht an die Regeln halten und die Vorgaben je Gemeinde sehr verschieden sind. Bei den öffentlichen Mülleimern wird beispielsweise überwiegend nicht getrennt und eine öffentliche Mülltrennung war selten zu sehen.
Pfandsystem funktioniert ähnlich wie in Deutschland
Seit dem 1. Januar 2022 hat die Slowakei ein Einwegpfandsystem für Plastikflaschen und Aluminiumdosen eingeführt. Beim Kauf zahlt man einen Pfandbetrag von 15 Cent, den man in Rücknahmeautomaten in Supermärkten wieder erhält. Damit führte die Slowakei das Einweg-Pfandsystem sogar noch vor Österreich ein. In Österreich gelten solche Pfandregelungen für Plastikflaschen und Getränkedosen dagegen erst seit Januar 2025.
Meiner Erfahrung nach funktioniert das Zurückgeben der Flaschen genauso wie in Deutschland. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es in großen Supermärkten meist nur einen Pfandflaschenautomaten gibt. Außerdem sind kleinere Händler nicht verpflichtet, Rücknahmen anzubieten.
Plastikflut im Supermarkt
Was das Thema Plastikverpackungen betrifft, kann ich nach eigenen Beobachtungen in einheimischen Supermärkten sagen, dass leider weder in der Obst- und Gemüseabteilung noch in der Backwarenabteilung auf Plastik verzichtet wird. So sind beispielsweise Gurken einzeln in Plastik verpackt.
In der Backwarenabteilung dürfen jeweils nur Backwaren einer Sorte, beispielsweise nur Brötchen einer Sorte, mit Plastikhandschuhen in Plastiktüten verpackt werden. Das erzeugt Unmengen an Plastikmüll, was man an den vollen Mülleimern im Supermarkt sehen kann.
Trotz vorhandener Mülltrennung und eines funktionierenden Einwegpfandsystems gibt es noch deutliches Verbesserungspotenzial. In den Supermärkten fehlt mir insbesondere das Angebot an Mehrwegverpackungen oder Verpackungen aus Papier.
Viel Potenzial im Umweltbereich
Während meines halben Jahres in Bratislava habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt und gelernt, wie es ist, für eine gewisse Zeit in einem anderen Land zu leben. Neben der Kultur habe ich auch ein bisschen die Sprache kennengelernt, wobei mir die Aussprache doch etwas schwerfiel.
Ein direkter Vergleich zwischen der Slowakei und Deutschland in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit ist nur begrenzt möglich, da in der Slowakei noch viel Potenzial für Verbesserungen im Umweltbereich besteht. Die Suche nach nachhaltigen Maßnahmen war daher nicht immer einfach. Dennoch konnte ich einige Initiativen finden, die einen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Entwicklung darstellen.
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