„Eine Podcast-Aufnahme ist auch immer eine Kennenlernreise“
Als die Stiftung Energie & Klimaschutz vor fünf Jahren ihre erste Podcastfolge ins Netz stellte, war der Kurs schon klar: Komplexe Energiethemen gründlich, interessant und verständlich erklären. Im Mittelpunkt stehen bis heute spannende Gäste aus der Branche. Für Katharina Klein, einer der interessantesten Aspekte ihrer Arbeit. „Eine Podcast-Aufnahme ist auch immer eine Kennenlernreise“, sagt die ehemalige Vorstandssprecherin der Stiftung. Als Host prägte sie zusammen mit ihrem Co-Vorsitzenden Holger Schäfer den „Podcast zur Energiezukunft“ von Anfang an.
Mit der Zeit wurde der Podcast zu einem Aushängeschild der Stiftung. Seit 2007 verfolgt sie das Ziel, Menschen für Energie- und Klimathemen zu begeistern und ihnen fundierte Orientierung zu bieten. Ob Debattenabende, Urban Talks, Energie-Campus oder Nachwuchswettbewerbe – immer geht es darum, Wissen zugänglich zu machen und unterschiedliche Sichtweisen miteinander ins Gespräch zu bringen.
"Die Energiewende in den vergangenen Jahren grundlegend verändert"
Katharina Klein geht in dem Interview auf den Ursprungsgedanken des Podcasts ein. „Wie viele anderen auch mussten wir in der Corona-Zeit entscheiden, wie wir die wegfallenden Präsenzveranstaltungen kompensieren.“ Heute erscheint das Format alle zwei Wochen und erreicht Hörerinnen und Hörer im gesamten deutschsprachigen Raum – mit Themen wie Heizungstausch, Gebäudesanierung, nachhaltigem Tourismus oder erneuerbaren Energien.
Das große Interesse ist für Katharina Klein wenig erstaunlich. Schließlich habe sich die Energiewende in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Während früher vor allem Unternehmen und Politik die Entwicklung prägten, können heute viele Menschen selbst aktiv werden – etwa mit Photovoltaikanlagen, Speichern, Balkonkraftwerken oder Elektroautos. Gleichzeitig wachsen die Herausforderungen. Klimawandel und Energietransformation betreffen immer mehr Bereiche des täglichen Lebens und führen häufiger zu kontroversen Diskussionen.
Gerade deshalb sehe die Stiftung ihre Aufgabe darin, Orientierung zu geben und zur Versachlichung beizutragen. Der Podcast soll nicht Polarisierung verstärken, sondern fundierte Informationen liefern und Gestaltungsspielräume aufzeigen. Themen wie Wasserstoff, Biomethan oder die geopolitischen Folgen der Energiewende dürften deshalb auch künftig zu den Dauerbrennern des Formats gehören.
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