Studie „Vergleichende Untersuchungen für das Strommarktdesign“

Gastautor Portrait

Natascha

EnBW

Ist aus dem Hessischen und arbeitet seit 2006 in der Repräsentanz Berlin. Seit Juni 2012 als Projektleiterin im Bereich Wirtschaft & Politik, Nachhaltigkeit. Von Haus aus eher den schönen Künsten zugeneigt (Studium der Germanistik und Publizistik in Mainz), war die Energiebranche zunächst hartes Brot. Mit den Arbeitsbereichen Sponsoring, interne Kommunikation, Veranstaltungsplanung und nun Energiewende-Blog halten sich die schönen Künste und die harten Themen aber die Waage und machen allesamt Freude.

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25. Februar 2014
Strommarktdesign mit Kapazitätsmechanismen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Rekatorsicherheit (BMU) hat Energy Brainpool vier Strommarktdesignvorschläge mit besonderer Berücksichtigung von Kapazitätsmechanismen evaluiert – fokussierter Kapazitätsmarkt, umfassender Kapazitätsmarkt, integriertes Energiemarktdesign und strategische Reserve. Zur Beurteilung der Vorschläge wurden Zielerreichungskriterien angelegt: Es wurde unter anderem überprüft, ob die verschiedenen Designs Versorgungssicherheit sicherstellen können, welcher finanzielle Aufwand bei Implementierung des entsprechenden Designs entstehen könnte und ob bestimmte Akteure, Technologien oder Sektoren begünstigt würden. Neben den Auswirkungen auf Kapazitätsausbau, Flexibilisierung und den Ausstoß von CO2-Emissionen wurden auch die Robustheit der Modelle sowie die Passfähigkeit im EU-Kontext bei der Einschätzung berücksichtigt. Der Beurteilung der einzelnen Designs geht eine Beschreibung dieser voraus.

Die strategische Reserve, die eher als Ergänzung des bestehenden Marktdesigns angesehen werden könne, schneidet in der Gesamtbewertung am besten ab. Alle geprüften Kriterien wurden mit hohen Werten erreicht. Das integrierte Energiemarktdesign erhält die zweitbeste Bewertung, da das Modell das Kriterium der Transaktionskosten lediglich durchschnittlich gut erfüllt. Innerhalb dieses Designs wird der Energy-Only-Markt um einen dezentralen Markt erweitert. Den Designs fokussierter Kapazitätsmarkt und umfassender Kapazitätsmarkt ist eine zentrale Koordinierungsstelle zur Beschaffung der Kapazitätsmenge gemein. Im fokussierten Ansatz sind dazu mehrere, zeitlich gestaffelte Auktionen vorgesehen. Weiterhin werden die Auktionen für Neu- und Altanlagen gesondert durchgeführt. Im umfassenden Kapazitätsmarkt wird eine zentrale Auktion durchgeführt, an welcher alle Kapazitäten teilnehmen dürfen. Der fokussierte Kapazitätsmarkt sei durchschnittlich effizient, bei den Transaktionskosten schneide dieses Modell ebenfalls nur durchschnittlich gut ab und die Verteilungseffekte wie auch die Robustheit werden mittel gut bewertet. Die Passfähigkeit im EU-Kontext ist nur wenig erfüllt. Somit ist das Gesamtergebnis im mittleren Bereich. Der umfassende Kapazitätsmarkt schneidet nur im Punkt Effektivität sehr gut ab. Daher ist das Gesamtergebnis für dieses Strommarktdesign am niedrigsten.

Die vollständige Studie finden Sie hier: http://www.energybrainpool.com/fileadmin/download/Aktuelles/2013-12-12_BMU_Vergleich_Kapazit%C3%A4tsmechanismen_EnergyBrainpool.pdf

Quelle: Energy Brainpool bzw. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Rekatorsicherheit (BMU)

 

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  1. Philip Weiss

    vor 4 Jahren

    Danke für den Link!

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