Studie „Reform der Umlage-Mechanismen im EEG“

Gastautor Portrait

Natascha

EnBW

Ist aus dem Hessischen und arbeitet seit 2006 in der Repräsentanz Berlin. Seit Juni 2012 als Projektleiterin im Bereich Wirtschaft & Politik, Nachhaltigkeit. Von Haus aus eher den schönen Künsten zugeneigt (Studium der Germanistik und Publizistik in Mainz), war die Energiebranche zunächst hartes Brot. Mit den Arbeitsbereichen Sponsoring, interne Kommunikation, Veranstaltungsplanung und nun Energiewende-Blog halten sich die schönen Künste und die harten Themen aber die Waage und machen allesamt Freude.

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07. Februar 2014

Im Auftrag der Agora Energiewende hat das Öko-Institut einen Vorschlag für eine Reform der Umlage-Mechanismen im EEG vorgelegt.

Für stromintensive Industrieunternehmen gelten Privilegierungsregelungen, die diese von der Finanzierung des EEG teilweise oder komplett befreien. Der Stromverbrauch, der unter diese Privilegierungsregelungen fällt, ist innerhalb der letzten Jahre angestiegen. Die Ausweitung der Industrieprivilegien ist laut Autoren eine Ursache für diesen Anstieg und damit teilweise auch für den Anstieg der EEG-Umlage.

Um die finanzielle Belastung von nicht-privilegierten Stromverbrauchern reduzieren zu können, sprechen sich die Autoren der Studie für eine neue Abgrenzung von privilegierten Sektoren aus. Unternehmen mit besonders hoher Strompreissensitivität blieben davon jedoch unberührt. Weiterhin sollten privilegierte Letztverbraucher stärker stärker an der Finanzierung des EEG beteiligt werden. Der Umlagebeitrag privilegierter Industrieunternehmen solle von 0,05 Cent/kWh auf zehn Prozent des Regelsatzes der EEG-Umlage erhöht werden. Die in der Studie vorgestellten Reformvorschläge enthalten zudem eine Entprivilegierung des Eigenverbrauchs. Auch sollten Schienenbahn-Unternehmen von der Privilegierung ausgeschlossen werden.

Würden diese Vorschläge umgesetzt, könnte laut Autoren die von Privilegierungsregelungen betroffene Strommenge um etwa ein Drittel gesenkt werden. Ausgehend von 6,24 Cent/kWh für 2014 könnte der EEG-Umlagesatz um etwa 20 Prozent abgesenkt werden.

Sie finden die Studie hier: http://www.oeko.de/oekodoc/1856/2014-003-de.pdf

 

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  1. Klaus Bremer

    vor 5 Jahren

    Wer hat eigentlich den idiotischen Begriff "Erneuerbare Energien" geprägt,obwohl man nach dem
    Energieerhaltungsgesetz weder Energie verbrauchen noch "erneuern" kann?Ein viel zutreffender
    Begriff wäre z.B." Erschließung von alternativen Energiequellen" (stammt nicht von mir).

  2. Friedrich Kohmann

    vor 4 Jahren

    Energiewende ok., aber für den finanziell schwächsten Verbraucher bezahlbar.
    Zeitgleich mit der Fertigstellung der Windkraftanlagen müssen auch die Transportleitungen fertig sein.
    Solange diese Fehlplanungen nicht geahndet und bestraft werden, kommen solche Verteuerungen zu
    Stande. Parteifritzen ohne Ahnung sorgen für solche Zustände. Was soll denen denn auch schon passieren?

  3. Dominik Pöschel

    vor 4 Jahren

    Leider ist hier ein großes Umgelichgewicht in der Verteilung der Kostenträger für die Energiewende. Der großteil der Kosten liegt beim Endverbraucher der die Zeche zahlen muss. Dies muss geändert werden. Alle sich in Deutschland befindlichen Sttromverbraucher haben zu gleichen Teilen die Energiewende zu finanzieren. Falls die Industrie von der Politik in Schutz genommen wird unter dem Vorwand der internationalen konkurrenzfähigkeit sollte man sich doch dann bitte auch Politisch eingestehen das die Energiewende so nicht funktioniert. Gerechtigkeit bedeutet eine schwere Last gleichmäßig zu verteilen auf die zur Verfügung stehenden Schultern. Bei der Energiewende hat man aber die Schultern des Gewerbes was 53 % des Gesamtjahresstromverbrauchs verursacht entlastet und alles den verbliebenen Privaten und Gewerb. Kunden aufgebrummt. Wo ist hier den die Gerechtigkeit geblieben???

  4. Philip Weiss

    vor 4 Jahren

    ...und auch hier, danke für den Link zur Studie!

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