Denn längst wissen wir: Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, sondern können kraftvoller Motor für Innovation, gute Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit sein.
Klimaschutz und wirtschaftlichen Erfolg gegeneinander auszuspielen ist keine Erfindung des Jahres 2025. Doch mit jedem weiteren Jahr, in dem bei uns diese alte Schallplatte den Sound der Vergangenheit spielt, schauen wir nicht nach vorne in Richtung Zukunft, sondern suchen Halt im Vergangenen.
Ohne Zweifel, das Wirtschaftswachstum in Deutschland ließ auch 2025 zu wünschen übrig. Vom angekündigten Stimmungsumschwung ist (noch) nichts zu sehen. Die Gründe sind vielfältig und strukturell, aber wer als einen der Hauptgründe den Klimaschutz benennt, der erhält vielleicht in manchen Runden schnellen Applaus, doch dieselben Klischees Jahr für Jahr immer wieder aufzuwärmen, macht sie damit nicht unbedingt besser.
Denn längst wissen wir: Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, sondern können kraftvoller Motor für Innovation, gute Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit sein. Andere Länder haben uns 2025 gezeigt was möglich ist. Indien baute Wind- und Sonnenkraft mit massivem Tempo aus, Pakistan erlebte einen regelrechten Solarboom, in China fährt inzwischen fast jedes zweite neu zugelassene Auto elektrisch und die elektrischen Speicherkapazitäten des Landes wachsen massiv. Die Mechanismen der weltweiten Märkte sprechen Klartext. Stattdessen in Deutschland: Unternehmen zeigen auf vielen Stellen, bei denen verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in eine nachhaltige Produktion weiter fehlen und Verunsicherung herrscht.
Gleichzeitig belegen Umfragen, dass sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland ein stärkeres Engagement beim Klimaschutz und der damit verbundenen Stärkung nachhaltiger Geschäftsmodelle wünscht. Sie spüren, dass etwas passieren muss, weil unser Planet nicht mit uns über unsere Lebensgrundlagen verhandeln wird und unser Wettbewerbsstandort nicht mit alten Technologien in dieser Zukunft erfolgreich sein kann. Immer neue Berichte über Hochwasser, Waldbrände und Jahrhundertstürme in der Welt machen sie nachdenklich. Doch um zu verstehen, wie lange es braucht, bis die Folgen dieser Katastrophen überwunden sind, muss man nicht in die Ferne blicken, sondern ins Ahrtal. Dort konnte dieser Tage die Ahrtalbahn wieder ihren vollständigen Betrieb aufnehmen. Rund 1,3 Mrd. Euro und fast viereinhalb Jahr Zeit waren nötig, um allein die Bahnschäden der Flutkatastrophe von 2021 zu beseitigen.
Und wenn die 2025 wieder aufgelegte Schallplatte mit ihrem Sound der Vergangenheit lauter spielte und manches der Sachargumente übertönte, so ist dies kein Grund zu resignieren – ganz im Gegenteil! Für uns als Stiftung ist es Ansporn, unseren Beitrag für eine lebendige Debatte zu leisten und neuen Denkanstößen sowie Sachargumenten Raum zu bieten. Deshalb werden wir mit der Arbeit der Stiftung auch im kommenden Jahr den faktenbasierten Austausch zu Klimaschutz und Energie voranbringen – mit Podcasts, Urban Talks, Diskussionsabenden und Beiträgen renommierter Gastautor*innen auf unserer Website.
Und wir zählen auch 2026 auf Sie: Teilen Sie Ihre Einschätzungen, diskutieren Sie mit oder geben Sie Rückmeldung zu den Themen, die wir aufgreifen.
Unser Team ist nach einer kurzen Weihnachtspause ab 7. Januar 2026 wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen erholsame Festtage mit bereichernden Begegnungen, Zeit zum Nachdenken und Freiraum, um sich mit den Menschen und Themen zu befassen, die Ihnen am Herzen liegen.
Wir freuen uns auf Sie im Jahr 2026
Diskutieren Sie mit